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Cyberkriminalität und Cyberschutz für Rechtsanwälte und Mandanten

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Es geht immer ums Geld: In den Schlagzeilen häufen sich Berichte über Cyberattacken auf Unternehmen – auch vor Rechtsanwaltskanzleien und Ihren Mandanten machen Cyberkriminelle keinen Halt. Wie sich Rechtsanwälte, die täglich mit sensiblen Daten arbeiten, vor Cyberkriminalität schützen können, zeigen die Datenschutzexperten Dr. Thomas H. Lenhard und Dr. Robert Kazemi in der neuen eBroschüre „Cyberkriminalität und Cyberschutz für Rechtsanwälte und Mandanten“. Auf 13 Seiten wird kompakt dargestellt, was Cyberkriminalität bedeutet, wie Kriminelle im Internet auftreten, welche Maßnahmen ergriffen werden können und wie sich Rechtsanwälte und Ihre Mandanten vor potentiellen Angriffen optimal schützen können. Aus dem Inhalt: - Was umfasst der Begriff der Cyberkriminalität? - Die Telefonanlage als unterschätzte Gefahr - Professionelle Auftritte von Cyberkriminellen - Was sind Crypto-Viren und Social Engineering? - Die Nutzung fremder WLAN-Zugänge - Wie beugt man Cyberattacken richtig vor? - Welches Restrisiko bleibt?

9. Das Restrisiko 9. Das

9. Das Restrisiko 9. Das Restrisiko Selbst wenn wir nach dem heutigen Stand der Technik sichere Systeme haben, so ist dieser Status durch eine rasante technische Entwicklung stetig gefährdet. Methoden krimineller Subjekte werden im Rahmen der Cyberkriminalität immer subtiler, aber auch immer professioneller. Selbst sensibilisierte und ausgesprochen risikoaverse Computerbenutzer werden z. T. Opfer krimineller Machenschaften rund um die Nutzung von Internet und Informations- und Kommunikationstechnologie. Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, können Kanzleien, Unternehmen und Institutionen nicht dauerhaft ausschließen, Opfer einer Cyberattacke zu werden. Auf die Internetnutzung zu verzichten, ist keine praktikable Lösung für das Problem der Cyberkriminalität, da E-Mail und Internet schon längst zu unverzichtbaren Kommunikationsmitteln im Alltag von Kanzleien und Unternehmen zählen. Daher empfiehlt es sich, über den potentiellen Schaden einer solchen Attacke und die Bedeutung für die Kanzlei oder das Unternehmen nachzudenken. Eine Versicherung macht keinen Sinn, wenn keine ausreichenden organisatorischen und technischen Maßnahmen umgesetzt wurden. Soweit aber der Datensicherheit Rechnung getragen wird, kann eine Cyberpolice eine sinnvolle Ergänzung der Absicherung sein. Das Restrisiko kann dabei durch die Cyberpolice abgedeckt werden und so unter Umständen den Fortbestand einer Kanzlei, eines Unternehmens oder einer Institution sichern. In jedem Fall sollte man sich aber hier zunächst von einem unabhängigen Sachverständigen beraten lassen, der ggf. auch einen für den Abschluss einer Cyberpolice nützlichen Audit durchführen kann. 10. Interview: 6 Fragen an Ralph Günther Herr Günther, Sie zählen zu den Vorreitern unter den Versicherungsmaklern mit Fokus auf IT-Risiken. Sehen Sie in der Praxis einen Anstieg der Cyber-Risiken? Generell ist ein Anstieg an Cyber-Risiken wie z.B. Hacking, Social Engineering, Mal- und Ransomware erkennbar. Schauen wir uns beispielsweise die Statistiken zur Schadsoftware des AVM-Instituts an: Aktuell sind laut AVM weltweit über 500.000 Schadprogramme im Umlauf. Blicken wir nur fünf Jahre zurück, war es lediglich ein Fünftel dessen und vor zehn Jahren gab es diese Geißel so gut wie gar nicht. Daher ist es kein Wunder, dass mittlerweile auch die Versicherungswirtschaft darauf reagiert hat und vermehrt Versicherungslösungen für Cyber-Schäden anbietet. Sprechen Sie hier nur von Bedrohungen bei IT-Unternehmen oder auch bei Kanzleien und Rechtsanwälten? Die Bedrohungen sind in jeder Branche zu spüren, die sich moderner IT bedient und sich das Internet zunutze macht. Dazu zählen in einem besonderen Maße Anwaltskanzleien, wie die im April 2016 bekannt gewordene Spionagewelle gegen Kanzleien in Deutschland verdeutlicht, die der Dridex-Gang – bekannt durch den Verschlüsselungstrojaner „Locky“ – zugeschrieben wird (Quelle: heise Security v. 27.4.2016). Dabei mehren sich die Fälle von Erpressung durch das Verschlüsseln von Datenträgern oder das widerrechtliche Veröffentlichen von Daten. Beide Szenarien sind für Anwälte enorm schmerzhaft. Kennen Sie denn schon konkrete Fälle, bei denen Kanzleien zu Schaden kamen? Im aktuellsten Fall erhielt eine Kanzlei eine typische Bewerbung auf eine laufende Stellenanzeige. Leider war diese von Cyber-Kriminellen initiiert worden. Beim Öffnen der angehängten Bewerbungsunterlagen installierte sich der enthaltene Trojaner. In Sekundenschnelle wurde das Netzwerk infiziert. Zum Glück konnte der IT-Dienstleister sehr schnell Gegenmaßnahmen einleiten, sodass sich der Systemausfall auf zwei Tage begrenzte. Der Schaden liegt aktuell im vierstelligen Bereich, jedoch ist noch offen, ob es durch den Ausfall zu Firstversäumnissen kam. Cyberkriminalität und Cyberschutz für Rechtsanwälte und Mandanten | Deutscher Anwaltverlag 12

10. Interview: 6 Fragen an Ralph Günther Anwälte müssen ja eine Pflichtversicherung für die Berufsausübung nachweisen. Deckt die Berufshaftpflicht Cyber-Risiken ab? Nein, denn die traditionelle Pflichtversicherung zielt auf die klassische Anwaltstätigkeit und daraus resultierende Beratungs- und Aufklärungsfehler, Fristversäumnisse etc. ab. Geschädigter ist dabei meist der Mandant. Jedoch setzt die Leistung der Berufshaftpflicht in der Regel eine Pflichtverletzung des Anwalts voraus, die bei Cyber-Attacken häufig nicht gegeben ist. Diese Lücke kann eine spezielle Cyber-Versicherung für „Datenund Cyber-Drittschäden“ schließen. Bei Cyber-Risiken geht es allerdings nicht nur um die Schädigung von Dritten, sondern insbesondere um die Schädigung der Kanzlei selbst. Dafür benötigt der Anwalt dann eine „Cyber-Eigenschaden-Deckung“. Diese Cyber-Versicherungen können mittlerweile entweder als Leistungserweiterungen in die Berufshaftpflichtversicherung des Anwalts eingeschlossen – was in der Regel im Hinblick auf den Beitrag sinnvoll ist – oder als separate Versicherung mit unterschiedlichem Versicherungsumfang ausgestaltet werden. Als Leistungserweiterung gibt es die Cyber-Eigenschaden-Deckung für einen Anwalt bereits ab ca. 90 € Jahresbeitrag. Ein separater Vertrag beginnt bei einem Jahresbeitrag von ca. 220 €. Welche Schäden kann ein Anwalt über eine Cyber-Versicherung konkret absichern? Im Bereich der Daten- und Cyber-Drittschäden kann z.B. die Verletzung von Geheimhaltungspflichten oder Datenschutzgesetzen versichert werden. Bei den Cyber-Eigenschäden können z.B. konkret die Kosten für die Wiederherstellung und „Entseuchung“ von IT-Systemen der Kanzlei, Kosten für IT-Forensiker zur kriminalistischen Beweissicherung und Maßnahmen zur Datensicherheit, Benachrichtigungskosten betroffener Mandanten sowie ggf. Kreditschutz- und Kreditüberwachungsservices, Kosten für Krisenmanagement und PR, Umsatzausfälle der Kanzlei bis hin zur Erstattung von Lösegeldzahlungen bei Erpressung abgesichert werden. Vermutlich lässt sich so ein Schaden schwer beziffern, abgesehen von einer Lösegeldzahlung. Wie berechnet sich der entstandene Schaden bzw. was wird hier von einem Versicherer erstattet? Hier gibt es unterschiedliche Ansätze. Grundsätzlich kann man sagen, dass sich Aufwendungen des Anwalts zur Identifizierung von Sicherheitslücken, Bereinigung von Systemen, Beauftragung von IT-Forensikern oder das zwischenzeitliche Anmieten von IT-Systemen zur Aufrechterhaltung des Kanzleibetriebs relativ einfach ermitteln, nachweisen und somit auch versichern lassen. Also Kosten oder Mehrkosten, die durch den Cyber-Angriff entstanden sind. Etwas anspruchsvoller ist die Absicherung von Umsatzausfällen, aber auch die lassen sich versichern. Bei der Berechnung des Schadens durch Ruf-/Imageschädigung wird es auch etwas knifflig. Häufig übernehmen in diesem Zusammenhang die Versicherer die notwendigen Kosten für PR- und Marketing-Spezialisten im Krisenfall. Ralph Günther ist Fachautor, Versicherungsexperte und Gründer sowie Geschäftsführer von exali.de, dem Versicherungsportal für Dienstleister und freie Berufe. Er hat langjährige Erfahrung im Risikomanagement und der Versicherung von Anwälten, IT-Experten, Architekten und Ingenieuren, Kreativen und Beratern. Sein Fokus liegt auf der Absicherung von Vermögensschäden – und damit verbunden der Weiter- und Neuentwicklung branchenspezifischer Versicherungskonzepte. Sein Wissen gibt er regelmäßig als Autor in relevanten Fachmedien an seine Zielgruppe weiter. Cyberkriminalität und Cyberschutz für Rechtsanwälte und Mandanten | Deutscher Anwaltverlag 13

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