Aufrufe
vor 2 Jahren

Datenschutz in der Zahnarztpraxis

  • Text
  • Zahnaerzteverlag
  • Lenhard
  • Kazemi
  • Praxis
  • Zahnarztpraxis
  • Regel
  • Patienten
  • Datenschutz
  • Zahnarzt
  • Datensicherung
  • Mitarbeiter
  • Datenschutzbeauftragten
  • Kapitel
Datenschutz ist im Berufsalltag ein immer wichtiger werdendes Thema – das auch vor der täglichen Arbeit in der Zahnarztpraxis keinen Halt macht. Die Datenschutzexperten Dr. Thomas Lenhard und Dr. Robert Kazemi zeigen, wie schon kleine Änderungen im Praxisalltag großen Einfluss auf den Schutz der Patientendaten haben können. In dieser Broschüre werden den Zahnärzten und Ihren Mitarbeitern 28 nützliche und kompakte Regeln zum Datenschutz in Zahnarztpraxen an die Hand gegeben, damit sie ihre Patientendaten richtig schützen können. Datenschutz betrifft viele Aspekte in der Zahnarztpraxis: - Die Verantwortung des Zahnarztes und seinen Mitarbeitern - Schutz der Patientendaten am Telefon und im täglichen Umgang mit dem Computer - Cloud-Computing, Internetzugriff und Betriebssysteme - Ordnungsgemäße Vernichtung von Papierdokumenten - Datenschutzbeauftrage in Zahnarztpraxen Mit diesem Wissen schützen Zahnärzte ihre Patientendaten richtig!

Die Mitarbeiter:

Die Mitarbeiter: Unwissenheit schützt vor Schaden nicht Kapitel 11 14 11 Die Mitarbeiter: Unwissenheit schützt vor Schaden nicht Wie bereits an früherer Stelle erwähnt wurde, reicht es nicht aus, dass Sie als Zahnarzt oder Verantwortlicher für die Zahnarztpraxis sich bestens auf dem Parkett des Datenschutzes zurechtfinden. Es ist elementar für den Schutz der Patientendaten, dass auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Praxis für den Umgang mit personenbezogenen Daten sensibilisiert sind. Dazu gehört auch, dass verschiedene Bedrohungen für Systeme den Mitarbeitern bekannt sind. So sollten Mitarbeiter, die zum E-Mail-Empfang berechtigt sind, wissen, dass keine Links oder Anhänge von E-Mails angeklickt werden, wenn der E-Mail-Empfänger nicht ohne jeden Zweifel als vertrauenswürdig bekannt ist. Im Zweifelsfall ist kein E-Mail-Absender böse darüber, wenn man sich telefonisch bei ihm rückversichert, ob die E-Mail mit Anhang tatsächlich von ihm kommt. Auch sollten Mitarbeiter wissen, wie sie sich generell im Internet verhalten, mit echten oder gefälschten Virenmeldungen umgehen und dass in keinem Fall private Wechseldatenträger an dienstliche Rechner angeschlossen werden sollen. In einem bekannten Fall wollte eine Mitarbeiterin lediglich der Kollegin einige Urlaubsbilder zeigen, die Sie auf einem USB-Stick von zu Hause mitgebracht hatte. Glücklicherweise war eine brauchbare Datensicherung verfügbar, denn das Gesamtsystem war durch Virenbefall danach kompromittiert und musste neu aufgesetzt werden. Je nach Größe einer Praxis oder auch einer Klinik kann dadurch ein enormer Schaden entstehen. In einem Fall aus dem Jahr 2010 war ein Virus, das über einen USB- Stick eingeschleppt wurde, besonders aggressiv. Der angerichtete Schaden bezifferte sich damals auf 300.000 €. Allerdings sollte dabei auch nicht vergessen werden, dass bei Datenverlust oder aufgrund von Ordnungswidrigkeiten durch die zuständigen Datenschutzbehörden durchaus Bußgelder verhängt werden können, die für eine Praxis existenzielle Ausmaße annehmen können. In den seltensten Fällen schädigen Mitarbeiter Ihre Arbeitgeber vorsätzlich, zumindest was Fragen des Datenschutzes angeht. Daher sollten die Mitarbeiter dahin gehend unterstützt werden, dass man Sie mit den Vorschriften und Gefahren rund um die Verarbeitung personenbezogener Daten und insbesondere von Patientendaten vertraut macht. Regel 23: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter in allen wichtigen Datenschutzfragen. Regel 24: Untersagen Sie die Nutzung privater Datenspeicher wie USB-Sticks. 12 Jede zweite Zahnarztpraxis ist verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. Alle anderen sollten es! Annährend in jeder zweiten Zahnarztpraxis sind mehr als neun Personen beschäftigt. Soweit in Ihrer Zahnarztpraxis mehr als neun Personen mit der Verarbeitung personenbezogener Daten befasst sind, haben Sie ein Problem weniger. In diesem Fall sind Sie nämlich verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. Das hat durchaus Vorteile, denn dann muss der Datenschutzbeauftragte darauf hinwirken, dass die Vorschriften zum Datenschutz in Ihrer Praxis eingehalten werden. Zwar ist der Praxisin-

Jede zweite Zahnarztpraxis ist verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen Kapitel 12 15 haber/-betreiber immer noch für die Daten verantwortlich, wird jedoch durch den Datenschutzbeauftragten beraten. Darüber hinaus informiert der Datenschutzbeauftragte über Neuerungen, Gesetzesänderungen und Entwicklungen im Datenschutz, verpflichtet die Mitarbeiter auf das Datengeheimnis und sorgt auch für die entsprechende Sensibilisierung der Mitarbeiter. Schauen wir uns aber zunächst an, was es bedeutet, mit der Verarbeitung personenbezogener Daten befasst zu sein. Die Verarbeitung schließt jegliche Nutzung ein. Dabei ist der Begriff so weit gefasst, dass bereits eine Verarbeitung personenbezogener Daten stattfindet, wenn Sie auf das E-Mail-Verzeichnis der Praxis zugreifen. Die gesetzliche Grenze von neun Personen richtet sich auch nicht etwa nach Vollzeitstellen, sondern nach der tatsächlichen Anzahl von Personen. Wie gehen Sie aber vor, wenn Sie zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten verpflichtet sind? Datenschutzbeauftragter gilt als anerkannter Beruf und setzt soweit die fachliche und sachliche Eignung für die Tätigkeit voraus. Ein Datenschutzbeauftragter muss also über technische, organisatorische und juristische Kenntnisse verfügen. Die häufigsten Defizite findet man hierbei im organisatorischen und technischen Bereich. Üblicherweise sollte daher ein Datenschutzbeauftragter über umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen mit IT-Technologie verfügen. Umfangreich bedeutet, dass er üblicherweise auch schon in einem IT-Beruf tätig war. Es reicht also definitiv als Fachkundenachweis nicht aus zu wissen, wie illegal Software kopiert wird oder den Level 86 in einem Online-Spiel erreicht zu haben. Während sich in Wirtschaftsunternehmen häufig Personen finden, welche die erforderlichen Kenntnisse mitbringen oder zumindest in einer vertretbaren Zeit zum Datenschutzbeauftragten ausgebildet werden können, dürfte es eher die Ausnahme sein, dass ein Wirtschaftsinformatiker in einer Zahnarztpraxis beschäftigt wird. Auch wenn der Zahnarzt selbst eine große Affinität zur Informationstechnologie entwickelt, ist es i. d. R. unzulässig, dass er als sein eigener Datenschutzbeauftragter tätig wird. Einfach einen Mitarbeiter zu bestimmen, weil bekanntlich Papier geduldig ist, ist auch keine Lösung. Denn ein Datenschutzbeauftragter ohne die erforderlichen Kenntnisse gilt als nicht bestellt, was je nach Bundesland ein Bußgeld bis zu 50.000 € nach sich ziehen kann. Die Lösung für diese Situation ist die Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten. Er wird als Dienstleister tätig, ist für seine Fort- und Weiterbildung selbst zuständig und der Vertrag kann gekündigt werden, während ein Mitarbeiter als Datenschutzbeauftragter einem erweiterten Kündigungsschutz unterliegt, der vergleichbar ist mit dem eines Betriebsrats. Die Empfehlung lautet also eindeutig: Falls Sie verpflichtet sind, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, dann greifen Sie auf einen externen Dienstleister zurück. Dabei darf der Datenschutzbeauftragte auch nicht gleichzeitig der EDV-Betreuer Ihrer Praxis sein. Was auch schon deshalb äußerst kontraproduktiv wäre, da er dann in einem Spannungsfeld tätig würde, zwischen den Interessen seines Arbeitgebers oder seiner eigenen Firma und den Interessen Ihrer Praxis. Einige Institutionen bieten dreitägige Ausbildungen zum Datenschutzbeauftragten an. Dabei gibt es oft nicht einmal eine Überprüfung, ob der Schulungsteilnehmer notwendige Vorkenntnisse mitbringt. Achten Sie daher genau darauf, wen Sie verpflichten. Üblicherweise wird empfohlen, auf Datenschutzbeauftragte zurückzugreifen, die über ein Studium verfügen, umfassende Erfahrung aus dem Bereich der Informationstechnologie mitbringen, über juristisches Wissen verfügen und günstigerweise von einer Institution, wie dem Unabhängigen Landeszentrum für Daten-

Online-Kiosk

Fachinfo-Magazin HSB - Ausgabe 3/18
eMagazin kanzleimarketing.de 03/2018
MkG-Fachinfomagazin Ausgabe 04/18
MkG-Fachinfomagazin Ausgabe 04/18
MkG Spezial Kanzleigründung leicht gemacht
Fachinfo-Magazin MkG - Ausgabe 03/2018
Fachinfo-Magazin MkG - Ausgabe 02/2018
MKG-Fachinfo-Magazin Ausgabe 1/18
InfoBrief MkG 06/2017
Wegweiser zur Fachanwaltschaft
Infobrief MkG Ausgabe 05/2017
Infobrief-MkG 04/2017
MkG-Infobrief Ausgabe 3/2017
MkG-Sonderausgabe: Die Wahl der ersten Anwaltssoftware
Infobrief MkG Ausgabe 02/2017
Infobrief MkG Ausgabe 2017/01
Infobrief MkG, Ausgabe 2016/06
Infobrief MkG 5/2016
Infobrief MkG 03/2015
Infobrief MkG 04/2016
Infobrief MkG Ausgabe 01/2016
Infobrief MkG Ausgabe 02/2016
Infobrief MkG Ausgabe 03/2016
eMagazin kanzleimarketing.de 03/2018
eMagazin kanzleimarketing.de: Sonderausgabe "Erfolgsrezept Mandantenbindung"
eMagazin kanzleimarketing.de 02/2018
eMagazin kanzleimarketing.de 01/2018
Magazin kanzleimarketing.de 04/2017
kanzleimarketing.de Ausgabe 03/2017
eMagazin kanzleimarketing.de "Legal Tech als Chance"
eMagazin kanzleimarketing.de 2/2017
eMagazin kanzleimarketing.de
Fachinfo-Magazin HSB - Ausgabe 3/18
Fachinfo-Magazin HSB - Ausgabe 2/18
Fachinfo-Magazin HSB - Ausgabe 1/18
Infobrief Hohe Schmerzensgeldbeträge 03/2017
Infobrief Hohe Schmerzensgeldbetraege Ausgabe 2/2017
Infobrief Hohe Schmerzensgeldbeträge 1/2017
Infobrief Hohe Schmerzensgeldbeträge 3/2016
Infobrief Hohe Schmerzensgeldbeträge 01/2015
Infobrief Hohe Schmerzensgeldbeträge 01/2016
Infobrief Hohe Schmerzensgeldbeträge 02/2016

Sammlung

Reisekostentabelle für auswärtige Anwälte 2018, 4. Auflage
DSGVO: Sofortmaßnahmen für Anwaltskanzleien
DSGVO: Die zehn wichtigsten To-dos für Steuerkanzleien
Reisekostentabelle für auswärtige Anwälte 2018
30 Tage – 30 Mandatsanfragen
Suchmaschinenoptimierung für Rechtsanwälte: Wie "Anwalts-SEO" funktioniert und was Suchdienste dazu beitragen.
Die Sanierung von Mandanten-Unternehmen: Krisen bewältigen, Mandanten halten
Die Wahl der passenden juristischen Datenbank
Die Wahl der richtigen Krankenversicherung für Steuerberater
Reisekostentabelle für auswärtige Anwälte 2017
Der Beruf des Steuerberaters
Cyberkriminalität und Cyberschutz für Rechtsanwälte und Mandanten
Kanzleimarketing kompakt
Wie Steuerberatungskanzleien Honorare sichern und liquide bleiben
eBroschüre Wie Rechtsanwaltskanzleien Honorare sichern und liquide bleiben
Die Wahl der richtigen Krankenversicherung für Rechtsanwälte
Anwaltssuche im Internet
Reisekostentabelle für auswärtige Anwälte 2016
Daten- und Aktenvernichtung in der Anwaltskanzlei
Daten- und Aktenvernichtung in der Steuerberatungskanzlei
Reisekostentabelle für auswärtige Anwälte 2016
Daten- und Aktenvernichtung in Krankenhäusern und Arztpraxen
Datenschutz in der Zahnarztpraxis
Anwaltssuche und Rechtsberatung im Internet

Freie Fachinformationen GmbH
Leyboldstraße 12 / 50354 Hürth
Tel.: 02233 80575-14
E-Mail: info@ffi-verlag.de
Deutschland


© 2016 by Freie Fachinformationen GmbH