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Die Sanierung von Mandanten-Unternehmen: Krisen bewältigen, Mandanten halten

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Anfang 2017 hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Haftungsrisiken für Steuerberater insolvenzbedrohter Unternehmen massiv verschärft (BGH-Urteil vom 26.01.2017 – IX ZR 285/14, Beck RS 2017, 101939). In einer Unternehmenskrise hat der Steuerberater eine Schlüsselrolle: Meist ist er derjenige, der Krisenanzeichen zuerst erkennt bevor das Unternehmen sie überhaupt erahnt. Schließlich kennt der Steuerberater die Finanzsituation des Unternehmens oft besser als das Unternehmen selbst. Bringt er seine Kenntnisse und Erfahrungen konstruktiv in den Sanierungsprozess ein, wird er zu einem wichtigen Mitglied im Krisen-Team. Genau bei dieser Aufgabe unterstützt dieser Leitfaden Steuerberater. In der eBroschüre erörtern renommierte Experten die wichtigsten Aufgaben und Aspekte einer Unternehmenssanierung und erklären konkret, wie der Steuerberater den Prozess aktiv mitgestaltet.

Vorwort Steuerberater

Vorwort Steuerberater bei der Krisenbewältigung – mehr als nur Kontrollinstanz Ein Vorwort des Herausgebers von Christoph Möller Der Steuerberater hat im Fall einer Unternehmens-Krise eine Schlüsselposition inne. Er erkennt i.d.R. die Anzeichen für eine Krise als Erster und oft kennt niemand die Finanzsituation des Unternehmens besser als er. Bringt der Steuerberater seine Kenntnisse und Erfahrungen konstruktiv in den Sanierungsprozess ein, kann er zu einem wichtigen Mitglied im Krisen-Team werden. Dieser Leitfaden wurde entwickelt, um den Steuerberater bei dieser Aufgabe zu unterstützen. Wir haben dafür einige der renommiertesten deutschen Sanierungs-Experten gebeten, die wichtigsten Aufgaben und Aspekte zu erörtern, die bei einer Unternehmenssanierung eine Rolle spielen, und was der Steuerberater dazu beitragen kann. Den Anfang macht Prof. Dr. Lucas F. Flöther, Rechtsanwalt und Namenspartner der Kanzlei Flöther & Wissing sowie Sprecher des Gravenbrucher Kreises, der Vereinigung der führenden deutschen Insolvenzverwalter. Prof. Flöther widmet sich dem Problem vieler Steuerberater, dass sie im Krisenfall den Mandanten verlieren. Das muss nicht sein, ist er überzeugt, denn der Steuerberater sollte eigentlich einer der wichtigsten Berater während eines Sanierungsprozesses sein. Flöther gibt konkrete Tipps, wie der Steuerberater auch in der Krise sein Mandat halten kann. Mit den deutlich erweiterten Haftungsrisiken von Steuerberatern, wenn ein Mandant in die Krise gerät, beschäftigt sich Hilmar Speck, Steuerberater und Vorstand der Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt. Er schildert in verständlicher Art und Weise die veränderte Rechtslage seit dem BGH-Urteil von Anfang 2017 und zeigt praxisgerechte Wege auf, wie sich diese Risiken wirksam umschiffen lassen. Erhebliche Risiken gehen bei Unternehmenskrisen aber nicht nur Steuerberater, sondern auch die Geschäftsleitungen ein. Joachim Exner, Rechtsanwalt und Geschäftsführender Partner der renommierten Insolvenz- und Sanierungs-Kanzlei Dr. Beck & Partner, schildert in seinem Beitrag diese Risiken im Detail und gibt konkrete Hinweise, wie sich diese vermeiden lassen. Zu den wichtigen Aufgaben eines Beraters in Unternehmenskrisen gehört es, zunächst einmal die Optionen zu definieren, die dem Unternehmen offen stehen. Diesem Thema widmet sich Burkhard Jung, Geschäftsführer der „hww Unternehmensberater GmbH“ und einer der renommiertesten deutschen Sanierungsberater sowie Vorstand des Fachverbandes „Sanierungs- und Insolvenzberatung“ im „Bundesverband Deutscher Unternehmensberater“ (BDU). Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg einer Unternehmenssanierung ist die richtige Kommunikation mit den Gläubigern. Die wichtigsten Grundsätze für den erfolgreichen Umgang mit Banken & Co. hat Volker Böhm formuliert, Rechtsanwalt, Sanierungsexperte und Insolvenzverwalter. Böhm ist Partner der Kanzlei Schultze & Braun, einer der führenden deutschen Sanierungs- und Insolvenz-Kanzleien. Aber was geschieht, wenn alle Versuche einer „außergerichtlichen“ Sanierung scheitern? Auch das ist kein Beinbruch, zeigt sich Prof. Dr. Lucas F. Flöther in seinem zweiten Beitrag überzeugt. Denn auch mit einem Insolvenzverfahren ist eine nachhaltige Unternehmenssanierung möglich. Flöther schildert die möglichen Alternativen und zeigt, wie sich der Steuerberater auch in einem Insolvenzverfahren nützlich machen kann. All diese Beiträge sollen den Steuerberater dabei unterstützen, eine aktivere Rolle bei der Bewältigung von wirtschaftlichen Krisen seiner Mandantenunternehmen einzunehmen. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass die behandelten Themen aufgrund der komplexen rechtlichen Zusammenhänge zum Teil nur angerissen werden können. Es ist deshalb in einer wirtschaftlichen Krise stets erforderlich, fachanwaltlichen Rat einzuholen, um schwerwiegende Fehler zu vermeiden. Produktive Gedankenanstöße und Anregungen bei der Lektüre wünscht Christoph Möller. Möller (Hrsg.) | Sanierung von Mandanten-Unternehmen für Steuerberater | NWB Verlag 6

Wie Steuerberater im Krisenfall ihr Mandat retten An Bord bleiben! Wie Steuerberater im Krisenfall ihr Mandat retten von Prof. Dr. Lucas F. Flöther Bei wirtschaftlichen Krisen von Mandanten-Unternehmen haben deren Steuerberater oft schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn beim Mandanten das Management wechselt oder Sanierungsberater Einfluss nehmen, verlieren sie nicht selten ihr Mandat. Und wenn der Mandant Insolvenzantrag stellt, waren sie nicht nur ihr Mandat los, sondern verloren oft noch viel Geld. Da verwundert es nicht, dass die meisten Steuerberater bei wirtschaftlichen Krisen ihrer Mandanten ihr Engagement eher verringern und mit Sanierungsberatern oder Insolvenzverwaltern auf Kriegsfuß stehen. Dabei ist der Steuerberater eigentlich qua Amt einer der wichtigsten Berater bei der Sanierung von Mandantenunternehmen. Er kennt das Unternehmen länger als alle externen Berater. Er kennt abei nicht nur die Finanzen und die Buchhaltung besser als diese. Er weiß auch um die Befindlichkeiten von Geschäftsführung und Gesellschaftern – ein Faktor, der bei Sanierungen stets eine Schlüsselrolle spielt. Der Steuerberater als vertrauensvoller Partner in der Krise Wie die konstruktive Rolle des Steuerberaters in einer Unternehmenskrise konkret aussehen kann, zeigt sich am Beispiel der Fortführungsprognose: Befindet sich ein Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, ist es verpflichtet eine Fortführungsprognose zu erstellen. Die Prognose soll feststellen, ob das Unternehmen seinen Verpflichtungen innerhalb der kommenden Monate nachkommen kann. Hier spielen Zeiträume von bis zu 24 Monaten eine Rolle. Die Prognose dient sowohl dem Gläubigerschutz als auch als Sanierungsrichtlinie. Diese Fortführungsprognose sollte von einem erfahren Sanierungsberater erstellt werden. Genau in diesem Punkt besteht eine große Chance für den Steuerberater. Wenn er im bisherigen Mandatsverhältnis ein vertrauensvoller Partner für den Auftraggeber war, kann er auch in der Krise ein maßgeblicher Player werden. Schließlich kennt kaum ein externer Berater ein Unternehmen besser als der Steuerberater. Ist das Verhältnis zum Geschäftsführer des Krisen-Unternehmens gut, kann der Steuerberater bei der Auswahl der Sanierungsexperten sogar maßgeblichen Einfluss nehmen. Die Initiative ergreifen Im März 2012 wurde das „Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen“ (ESUG) verabschiedet. Mit dieser Reform des Insolvenzrechts wurde die Möglichkeit eines sogenannten Schutzschirmverfahrens eingeführt. Es kombiniert den Vollstreckungsschutz des vorläufigen Insolvenzverfahrens mit der Eigenverwaltung. Der Schutzschirm wird für drei Monate angeboten, mit dem Ziel, einen Insolvenzplan für das Unternehmen auszuarbeiten. Vorteil für das Unternehmen: Es kann den wie bei der Eigenverwaltung nötigen Sachwalter selbst bestimmen. Um dieses Schutzschirmverfahren nutzen zu können, muss der Unternehmer frühzeitig die Initiative ergreifen. Insbesondere muss der Schutzschirm-Antrag schlüssig nachweisen, dass das Unternehmen noch nicht zahlungsunfähig ist. Die inhaltliche Richtigkeit des Antrages kann durch einen Wirtschaftsprüfer, einen Rechtsanwalt oder eben auch durch einen insolvenzerfahrenen Steuerberater testiert werden. Neben der Möglichkeit, Einfluss auf die Auswahl des Sanierungsexperten zu nehmen, ist dies eine weitere Möglichkeit für den Steuerberater, während einer Krise ein wichtiger Berater des Unternehmens zu bleiben. Honorare sichern mit Bargeschäften Sobald ein Steuerberater bei seinem Mandanten eine wirtschaftliche Krise erkennt, gilt sein Gedanke nicht nur dem Wohl des Mandanten, sondern natürlich auch der Sicherung des eigenen Honorars. Das ist nur menschlich, ja sogar unternehmerisch richtig. Zieht er in einem solchen Fall die Reißleine und steigt aus dem Mandat aus, verzichtet er auf künftige Honorare. Entscheidet er sich, das Mandat weiterzuführen, Möller (Hrsg.) | Sanierung von Mandanten-Unternehmen für Steuerberater | NWB Verlag 7

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