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Die Wahl der passenden juristischen Datenbank

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Ob es um die Beurteilung einer juristischen Fragestellung oder um die Suche nach einer Rechtslage für einen Mandanten geht – die juristische Datenbank ist für die tägliche Anwaltspraxis ein essentielles Recherchemittel. Ihre Qualität prägt somit die Effizienz und das Know-how des Anwalts entscheidend mit. Doch was macht eine gute Datenbank aus? Welcher Anbieter ist auf welches Rechtsgebiet spezialisiert und welche Kosten kommen bei der Anschaffung auf die Kanzlei zu? Dies verrät Datenbank-Experte Christian Rekop in der eBroschüre „Die Wahl der passenden juristischen Datenbank“. Schritt für Schritt führt er verständlich durch wesentliche Funktionen und Eigenschaften. Dabei beschreibt er sowohl die Literatur als auch den Umfang der unterschiedlichen Produkte. Leser bekommen mit der eBroschüre eine kompakte und dennoch fundierte Entscheidungshilfe für die Auswahl der passenden Datenbank. Aus dem Inhalt -Wie umfangreich sollte die Suchmaschinentechnik einer Datenbank sein? - Was sind die Vor- und Nachteile der digitalen Recherche? - Marktübersicht: tabellarische Übersicht mit Inhalten und Kosten relevanter Produkte

Vergleichende

Vergleichende Darstellung der Suchoberflächen Kann eine Datenbank bestimmte Eingaben interpretieren, bietet sich dem Nutzer auch eine vielfältige Fundstellensuche. So kann der Nutzer eine Zeitschriftenfundstelle, ein Aktenzeichen oder eine bestimmte Norm direkt über die einzeilige Suche aufrufen. Die Suchmaschine identifiziert die Suchanfrage als Fundstelle und wirft direkt das gewünschte Dokument aus – ohne Umweg über eine Trefferliste. Zeitschriftenfundstellen funktionieren dabei häufig anbieterübergreifend. Die (fremden) Zeitschriftenfundstellen, unter denen eine Gerichtsentscheidung veröffentlicht wurde, werden dem Dokument redaktionell hinzugefügt. So findet der Nutzer auch in juris mit der Eingabe NJW 2008, 1298 den Beschluss des BVerfG vom 29.2.2008, Aktenzeichen 1 BvR 1886/06. Gelegentlich wird diese Eingabe durch die Volltextsuche, allerdings über den Umweg einer Trefferliste, ermöglicht. Suchprofile Suchprofile sind gespeicherte Suchanfragen, die zu bestimmten oder bestimmbaren Zeiten automatisch durchgeführt werden und den Nutzer per E-Mail über neue Ergebnisse informieren. Durch diese Pushfunktion kann der Nutzer nicht nur Wettbewerbsvorteile durch frühe Kenntniserlangung erreichen. Auch aus haftungsrechtlicher Sicht könnte diese Funktion für den Rechtsanwalt relevant sein, da an dessen Rechtskenntnisse durch den BGH teils strenge Anforderungen gestellt werden. 6 Der Anwalt muss sich über die Entwicklung der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht nur anhand der amtlichen Sammlungen, sondern auch der einschlägigen Fachzeitschriften unterrichten. 7 Eine Verpflichtung des Beraters, die Rechtsprechung der Instanzgerichte und das Schrifttum einschließlich der Aufsatzliteratur heranzuziehen, kann ausnahmsweise auch dann bestehen, wenn ein Rechtsgebiet aufgrund eindeutiger Umstände in der Entwicklung begriffen und (neue) höchstrichterliche Rechtsprechung zu erwarten ist. 8 Trefferdarstellung, Rankings und Filter Maßnahmen zur Erhöhung der Vollständigkeit einer Trefferliste haben häufig zur Folge, dass auch wenig bis gar nicht relevante Treffer generiert werden. Umgekehrt führen Maßnahmen zur Präzisierung der Trefferliste nicht selten zum Verlust von relevanten Ergebnissen. Eine Folgenabwägung gibt Antwort auf die Frage, ob zunächst eine aufgeblasene, aber vollständige Trefferliste einer unvollständigen, aber präzisen Liste vorzuziehen ist, denn mangelnde Kenntnis wiegt schlimmer als der Zeitverlust durch das Sichten sachfremder Ergebnisse. Doch dieser Zeitverlust muss nicht zwingend eintreten: Schafft der Nutzer durch die Auswahl der Suchbegriffe, Trunkierungen etc. zunächst eine möglichst umfangreiche Trefferliste und bedient er sich im zweiten Schritt präzisierender Maßnahmen wie der Filterung nach Dokumenttypen, erzielt er auch auf der kleinsten Filterebene mit einer überschaubaren Trefferanzahl noch größtmögliche Vollständigkeit. Die Relevanzsortierung (Ranking) erhöht außerdem die Chance, den besten Treffer gleich zu Beginn der Liste vorzufinden. Relevanzkriterien sind beispielsweise die relative Häufigkeit des Vorkommens eines Suchbegriffs in einem Dokument, der Wortabstand zweier Suchbegriffe im Dokument oder die Position eines Suchbegriffs, z. B. in der Überschrift eines Aufsatzes oder dem Leitsatz einer Entscheidung. Handhabe der Dokumente Jeder Text in einer juristischen Online-Datenbank lässt sich über „copy & paste“ in die eigene Textverarbeitung übernehmen und anschließend nach Belieben abspeichern, ausdrucken oder versenden. Die Exportmöglichkeit der Dokumente als Funktion der Datenbank erleichtert den direkten Export in verschiedene Dateiformate, z. B. pdf, txt oder doc. Hier bieten gängige Datenbanken komfortable Lösungen an. Dies schlägt sich beispielsweise in einer übersichtlichen Darstellung der Quellenangaben sowohl in der Datenbank als auch im exportierten PDF-Dokument nieder. Ebenso hilfreich ist es, wenn für die Ablage geeignete Dateinamen automatisch vergeben werden. Das spart Zeit bei der Archivierung, denn ein möglichst aufschlussreicher Dateiname ist ein wichtiges Kriterium für die spätere Darstellung und Auffindbarkeit des Dokumentes auf dem eigenen Datenträger. Und sowohl in der Windows-Suche als auch in der möglicherweise vorhandenen Kanzleinetzwerksuche sind es die Dateinamen, die als Überschriften in den Trefferlisten auftauchen. 6 Heermann, in: Münchener Kommentar zum BGB, § 675 Rn 31. 7 BGH NJW 2001, 675 (678). 8 BGH NJW 2009, 1593 (1594). Rekop | Die Wahl der passenden juristischen Datenbank 10 Deutscher Anwaltverlag

Vergleichende Darstellung der Inhalte juristischer Datenbanken Vergleichende Darstellung der Inhalte juristischer Datenbanken 9 „Content is King“ formuliert Bill Gates bereits 1996 die Überschrift seiner Abhandlung über Online-Inhalte. 10 Die größten Chancen für Unternehmen sieht er schon damals in der Bereitstellung von Informationen und Unterhaltung. So sind die Inhalte auch das erste Entscheidungskriterium bei der Wahl der passenden juristischen Datenbank. Der konkrete Fachinformationsbedarf einer Rechtsanwältin oder eines Rechtsanwalts wird selten vollständig durch ein bestimmtes Modul gedeckt werden können. In der Praxis werden die vom Hersteller vorgegebenen Zusammenstellungen nur zum Teil benötigt und gleichzeitig fehlen in gewählten Modulen einzelne benötigte Inhalte. Die Hersteller kooperieren verstärkt miteinander. Das führt einerseits zu mehr Auswahl und erhöht die Chance, benötigte Inhalte über eine Nutzeroberfläche abrufen zu können, andererseits werden die Angebote zunehmend unübersichtlicher. Ein Beispiel: Anwalt FF ist Fachanwalt für Familienrecht und möchte Fachinformationen künftig ausschließlich digital beziehen. Er wünscht sich die Onlineversionen von Palandt, BGB, Zöller, ZPO, Wendl/Dose, Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis, Gerhardt, Handbuch des Fachanwalts Familienrecht, die führende familienrechtliche Zeitschrift FamRZ und das familienrechtliche Berechnungsprogramm von Gutdeutsch. Der Palandt ist (noch) in keiner Online-Datenbank verfügbar, der Zöller wäre in zwei Modulen der Datenbank Otto Schmidt Online sowie in juris vorhanden, das Handbuch von Gerhardt wäre in drei verschiedenen Modulen über JURION und neuerdings auch in beck-online beziehbar, die FamRZ könnte als digitale Ausgabe über die Gieseking-Datenbank, über zwei juris-Module oder ein JURION-Modul bezogen werden und die familienrechtlichen Berechnungen von Gutdeutsch werden als Berechnungsmodul in beck-online angeboten. Schon dieses einfache Beispiel zeigt, dass Nutzer entweder Kompromisse hinsichtlich des eigenen Bedarfs eingehen oder die Angebote verschiedener Anbieter geschickt miteinander kombinieren müssen. Inhalt beck-online JURION juris Rechtsprechung *** Anzahl der Entscheidungen nicht eindeutig zu ermitteln, übergreifende Rechtsprechung nur über Zusatzmodul Normen **** Bundesrecht, Landesrechte, Verwaltungsanweisungen u.v.m. *** 981.500 Entscheidungen Preis-/Leistungstipp **** Bundesrecht, Landesrechte, Verwaltungsanweisungen u.v.m. Literatur ***** *** *** Arbeitshilfen *** *** ** Flexibilität **** Sechs Monate Vertragslaufzeit, umfangreiche Modulzusammenstellungen ***** Monatliche Vertragslaufzeit möglich, granulierter Bezug einzelner Online-Ausgaben erlauben individuelle Zusammenstellung ***** 1.413.900 Entscheidungen Größte rechtsgebietsübergreifende Entscheidungsdatenbank **** Bundesrecht, Landesrechte, Verwaltungsanweisungen u.v.m. *** 12 Monate Vertragslaufzeit, umfangreiche Modulzusammenstellungen 9 beck-online, JURION und juris werden hier ausführlicher besprochen, da nur sie ein ausreichend breites Angebot an Rechtsprechung, Normen, Literatur und Arbeitshilfen für sämtliche Tätigkeitsschwerpunkte anbieten. Die übrigen Anbieter sind entweder auf bestimmte Tätigkeitsschwerpunkte oder bestimmte Publikationsformen spezialisiert. 10 http://web.archive.org/web/20010126005200/http://www.microsoft.com/billgates/columns/1996essay/essay960103.asp (abgerufen am 12.4.2017). Rekop | Die Wahl der passenden juristischen Datenbank 11 Deutscher Anwaltverlag

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