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Die Wahl der passenden Steuerrechtsdatenbank - Funktionen, Usability und Vergleich

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Fundierte Fallbeurteilung basiert auf professioneller Recherche. Auch für Steuerberater ist sie wesentlicher Teil der Mandatsbetreuung. Genauso komplex wie Steuerrechtsfragen selbst, ist auch die Bandbreite des Angebots in diesem Bereich. Die neue Gratis-eBroschüre „Die Wahl der passenden Steuerrechtsdatenbank“ von Datenbank-Experte Christian Rekop greift Steuerberatern hier unter die Arme. Aus dem Inhalt - Wissensmanagement: Tipps zur Dokumentenablage und quellenübergreifende Recherche - Vergleichende Darstellung der Inhalte juristischer Datenbanken; u.a. beck-online, juris, Haufe, NWB und Stollfuss - Marktübersicht relevanter Anbieter: tabellarische Übersicht mit Inhalten, Funktionen und Einschätzung

5. VERGLEICHENDE

5. VERGLEICHENDE DARSTELLUNG DER SUCHOBERFLÄCHEN 5. Vergleichende Darstellung der Suchoberflächen Der Umfang der angebotenen Informationen erscheint dem Nutzer steuerrechtlicher Online-Datenbanken gegenwärtig unbegrenzt. Um der Informationsflut Herr zu werden, bedarf es leistungsfähiger Suchmaschinen und praktischer Datenbankfunktionen, die auf den Inhalt zugeschnitten sind. Grundsätzlich gilt: Je umfangreicher das inhaltliche Angebot, desto wichtiger sind leistungsfähige Suchmaschinen und Bedienkomfort. Einige Beispiele verdeutlichen die Grenzen solcher Verfahren: Die Eingaben der Suchbegriffe steuerliches Einlagekonto Änderungsbescheid und steuerlichen Einlagekontos Änderungsbescheid führen bei manchen Datenbanken zu stark unterschiedlich umfangreichen Trefferlisten. Bei anderen Anbietern wiederum führen die Suchbegriffe fehlerhafte Anlageberatung zu einer anderen Trefferliste als die Suchbegriffe fehlerhafter Anlageberatung. Um hier die Vollständigkeit der Trefferliste zu erhöhen, kann der Nutzer sogenannte Trunkierungen nach einem vom Nutzer selbst identifizierten Wortstamm setzen, z.B. steuerlich* Einlagekonto*. Suchmaschinentechnik – Vollständigkeit und Präzision einer Trefferliste Eine ideale Suchoberfläche könnte wie folgt beschrieben werden: Der Nutzer stellt eine Suchanfrage mit einem oder mehreren Suchbegriffen und erhält daraufhin eine Liste mit sämtlichen Dokumenten, die eine hinreichende Bedeutung für die Suchanfrage aufweisen. Kein Dokument aus dem Gesamtbestand mit Bedeutung für die Suchanfrage fehlt in der Trefferliste (Vollständigkeit) und kein Dokument aus dem Bestand ohne Bedeutung für die Suchanfrage wird überflüssigerweise in der Trefferliste aufgeführt (Präzision). Die Dokumente der Trefferliste sind absteigend nach Relevanz sortiert, so dass der erste Treffer der Liste bereits die aufschlussreichste Information zur Suchanfrage darstellt. Lemmatisierung, Kompositazerlegung, Synonymsuche In einem Dokumentenbestand sind nicht nur die Dokumente von Bedeutung für eine Suchanfrage, die genau die abgefragten Suchbegriffe enthalten. Von Bedeutung sind ebenso Dokumente mit Wortvarianten und Synonymen der Suchbegriffe. Die Vollständigkeit einer Trefferliste wird durch linguistische Verfahren erhöht. Dazu zählen Lemmatisierung (Grundformenreduktion), Kompositazerlegung, die Generierung von flektierten Wortformen und die Berücksichtigung von Synonymen. Logische Operatoren und Phrasensuche In allen juristischen Datenbanken werden die Suchbegriffe mittlerweile automatisch mit dem Operator UND verknüpft (Konjunktion). Möglich sind teilweise auch die Eingabe einer ODER-Verknüpfung (Disjunktion) sowie einer OHNE-Verknüpfung (Negation). Die ODER-Verknüpfung ist eine nichtausschließende Verknüpfung, d.h. das Ergebnis besteht aus Dokumenten die Suchbegriff 1, Suchbegriff 2 oder beide Suchbegriffe enthalten. Mit einer Phrasensuche sucht der Nutzer nach einer bestimmten Wortfolge (Phrase). Dazu ist die gewünschte Phrase in der Suchanfrage mit Anführungszeichen zu markieren (z.B.: „Geschäftsführung ohne Auftrag“, „häusliches Arbeitszimmer“ …). Eine Phrasensuche erhöht die Präzision der Trefferliste, kann jedoch, je nach Datenbank, die Einbeziehung von Wortvarianten deaktivieren. Erweiterte Suchen und Fundstellensuchen Die erweiterte Suche bietet die Möglichkeit, dokumenttypische Kennzeichen einzugeben. Für eine Rechtsprechungsrecherche bestehen zum Beispiel die Eingabemöglichkeiten: Gericht, Aktenzeichen und Zeit(raum). Bei den Datenbanken führender Anbieter sind jedoch bereits die Ausgangssuchen so sensibel für das juristische Vokabular, dass die meisten Eingaben der erweiterten Suche auch direkt in der Ausgangssuche platziert werden können. So wird bei der Eingabe Rekop | Die Wahl der passenden Steuerrechtsdatenbank 8

5. VERGLEICHENDE DARSTELLUNG DER SUCHOBERFLÄCHEN „umsatzsteuerliche organschaft BFH“ die Angabe des Gerichts automatisch als präzisierender Filter erkannt. Andere Anbieter beantworten diese Suchanfrage stattdessen mit der erweiterten Suche, da hier alle erdenklichen Suchbegriffe grundsätzlich eine Volltextsuche auslösen. Kann eine Datenbank bestimmte Eingaben interpretieren, bietet sich dem Nutzer auch eine vielfältige Fundstellensuche. So kann der Nutzer eine Zeitschriftenfundstelle, ein Aktenzeichen oder eine bestimmte Norm direkt über die einzeilige Suche aufrufen. Die Suchmaschine identifiziert die Suchanfrage als Fundstelle und wirft direkt das gewünschte Dokument aus – ohne Umweg über eine Trefferliste. Zeitschriftenfundstellen funktionieren dabei häufig anbieterübergreifend. Die (fremden) Zeitschriftenfundstellen, unter denen eine Gerichtsentscheidung veröffentlicht wurde, werden dem Dokument redaktionell hinzugefügt. So findet der Nutzer auch in juris mit der Eingabe NJW 2008, 1298 den Beschluss des BVerfG vom 29.02.2008, Aktenzeichen 1 BvR 1886/06. Gelegentlich wird diese Eingabe durch die Volltextsuche, allerdings über den Umweg einer Trefferliste, ermöglicht. Suchprofile Suchprofile sind gespeicherte Suchanfragen, die zu bestimmten oder bestimmbaren Zeiten automatisch durchgeführt werden und den Nutzer per E-Mail über neue Ergebnisse informieren. Durch diese Pushfunktion kann der Nutzer nicht nur Wettbewerbsvorteile durch frühe Kenntnis erreichen. Auch aus haftungsrechtlicher Sicht kann diese Funktion für den Steuerberater relevant sein, da an dessen Rechtskenntnisse durch den BGH teils strenge Anforderungen gestellt werden. 5 Der Berater muss sich über die Entwicklung der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht nur anhand der amtlichen Sammlungen, sondern auch der einschlägigen Fachzeitschriften unterrichten. 6 Eine Verpflichtung des Beraters, die Rechtsprechung der Instanzgerichte und das Schrifttum einschließlich der Aufsatzliteratur heranzuziehen, kann ausnahmsweise auch dann bestehen, wenn ein Rechtsgebiet aufgrund eindeutiger Umstände in der Entwicklung begriffen und (neue) höchstrichterliche Rechtsprechung zu erwarten ist. 7 In der Regel kann vom Steuerberater nur die Kenntnisnahme von Urteilen erwartet werden, die im Bundessteuerblatt (BStBl) sowie in der von der Bundessteuerberaterkammer herausgegebenen Zeitschrift „Deutsches Steuerrecht“ (DStR) veröffentlicht sind, wobei sich diese Verpflichtung in erster Linie auf Entscheidungen des BFH bezieht. 8 Trefferdarstellung, Rankings und Filter Maßnahmen zur Erhöhung der Vollständigkeit einer Trefferliste haben häufig zur Folge, dass auch wenig bis gar nicht relevante Treffer generiert werden. Umgekehrt führen Maßnahmen zur Präzisierung der Trefferliste nicht selten zum Verlust von relevanten Ergebnissen. Eine Folgenabwägung gibt Antwort auf die Frage, ob eine zunächst aufgeblasene, aber vollständige Trefferliste einer unvollständigen, aber präzisen Liste vorzuziehen ist. Eine mangelnde Kenntnis wiegt schlimmer als der Zeitverlust durch das Sichten sachfremder Ergebnisse. Doch dieser Zeitverlust muss nicht zwingend eintreten. Schafft der Nutzer durch die Auswahl der Suchbegriffe, Trunkierungen etc. zunächst eine möglichst umfangreiche Trefferliste und bedient sich im zweiten Schritt präzisierender Maßnahmen wie der Filterung nach Dokumenttypen, schafft er auch auf der kleinsten Filterebene mit einer überschaubaren Trefferanzahl noch größtmögliche Vollständigkeit. Die Relevanzsortierung (Ranking) erhöht außerdem die Chance, den besten Treffer gleich zu Beginn der Liste vorzufinden. Relevanzkriterien sind beispielsweise die relative Häufigkeit des Vorkommens eines Suchbegriffs in einem Dokument, der Wortabstand zweier Suchbegriffe im Dokument oder die Position eines Suchbe- 5 Heermann in Münchener Kommentar zum BGB, § 675, Rn. 31. 6 BGH NJW 2001, 675 (678). 7 BGH NJW 2009, 1593 (1594). 8 OLG Köln, Beschluss vom 22.05.2007 – 8W 10/07. Rekop | Die Wahl der passenden Steuerrechtsdatenbank 9

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