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Die Wahl der richtigen Krankenversicherung für Rechtsanwälte

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Die Frage nach der Wahl einer Krankenversicherung stellt sich nicht nur angestellten Rechtsanwälten, sondern im besonderen Maße Berufsanfängern und selbständigen Anwälten. Auf Auf 7 Seiten zeigt Rechtsanwältin Bettina Schmidt in der eBroschüre „Die Wahl der richtigen Krankenversicherung für Rechtsanwälte“ kurz und verständlich die wichtigsten Unterschiede sowie Vor- und Nachteile des Leistungsspektrums gesetzlicher und privater Krankenversicherungen auf. Mit prägnanten Beispielen und wertvollen Praxistipps wird diese Wahlmöglichkeit aus dem Blickwinkel der Rechtsanwälte durchleuchtet.

Weitere Unterschiede Des

Weitere Unterschiede Des Weiteren ist bei der Wahl zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung vom Anwalt zu berücksichtigen, dass selbständig tätige Rechtsanwälte in der gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich keinen Anspruch auf Krankengeld haben (§ 44 Abs. 2 Nr. 2 SGB V) und daher auch nur den ermäßigten Beitragssatz von derzeit 14 statt 14,6 % zahlen. Die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung krankenversicherten hauptberuflich Selbständigen müssen sich also durch eine Wahlerklärung oder mit einem Wahltarif bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse oder durch Abschluss einer privaten Krankentagegeldversicherung zusätzlich gegen das Risiko von Arbeitsunfähigkeit absichern. Für selbständig tätige Anwälte ergeben sich folgende Alternativen: 1. Freiwillig versicherte, selbständige Anwälte geben keine Wahlerklärung (§ 44 Abs. 2 Nr. 2 SGB V) ab und zahlen nur den ermäßigten Beitragssatz von 14 %, haben aber keinen Anspruch auf Krankengeld. 2. Sie geben eine formlose Wahlerklärung gegenüber ihrer gesetzlichen Krankenkasse ab (§ 44 Abs. 2 S. 2 SGB V), zahlen dann den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 % und haben Anspruch auf Krankengeld ab dem 43. Tag. An diese Entscheidung sind sie drei Jahre lang gebunden; jedoch kann die Krankenkasse während dieser Mindestlaufzeit gewechselt werden, wobei die allgemeine Frist von 18 Monaten gilt. 3. Freiwillig versicherte, selbständige Anwälte können Krankengeld auch über einen Wahltarif bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse absichern, bei dem die Konditionen mit der Krankenkasse vereinbart werden können (§ 53 Abs. 6 SGB V). Das Krankengeld kann höher oder niedriger als das gesetzliche sein, das derzeit auf 96,25 € (2015) bzw. 98,88 € (2016) begrenzt ist. Der Versicherte ist aber an den Wahltarif drei Jahre gebunden und kann selbst dann die Kasse nicht wechseln, wenn diese den Zusatzbeitrag erhöht (§ 53 Abs. 8 SGB V). 4. Wer sich als selbständiger Anwalt bereits vor dem 43. Tag gegen das Risiko arbeitsunfähigkeitsbedingten Verdienstausfalls absichern möchte, kann mit der gesetzlichen Krankenkasse zusätzlich zur Wahlerklärung einen Wahltarif zum Krankengeld abschließen und Höhe und Zeitpunkt des Krankengelds individuell anpassen. 5. Wer weder eine Wahlerklärung abgibt noch einen Wahltarif abschließt, kann als selbständig tätiger Anwalt jederzeit bei einer privaten Krankenversicherung eine Krankentagegeldversicherung abschließen und hat in diesem Fall jegliche Flexibilität hinsichtlich des Beginns und der Höhe des Krankentagegelds. → Auch gesetzlich freiwillig versicherte, selbständig tätige Anwälte können somit das Risiko von Verdienstausfall bei Krankheit über eine gesonderte private Krankentagegeldversicherung absichern; sie zahlen dann, indem sie auf die Wahlerklärung verzichten, nur den ermäßigten Beitragssatz von 14 %. Dies hat den Vorteil, dass sie das Risiko von Krankheit auch schon vor dem 43. Tag einer Erkrankung absichern können und nicht für drei Jahre an einen Wahltarif in der gesetzlichen Krankenversicherung gebunden sind. Weitere Unterschiede Welche weiteren Unterschiede bestehen zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung? Die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt während einer Schwangerschaft des freiwilligen Mitglieds und ebenfalls während des Mutterschutzes und der Elternzeit bestehen. Während der Dauer eines Anspruchs auf Krankengeld oder Mutterschaftsgeld oder des Bezugs von Elterngeld oder Betreuungsgeld ist ein freiwilliges Mitglied beitragsfrei gesetzlich krankenversichert. Die gesetzliche Regelung in § 224 Abs. 1 SGB V gilt nicht nur für Pflichtmitglieder, sondern auch für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Schmidt | Die Wahl der richtigen Krankenversicherung für Rechtsanwälte | Deutscher Anwaltverlag 8

Weitere Unterschiede Wie bei Pflichtmitgliedern in der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Beitragsfreiheit aber auf die genannten Leistungen Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Elterngeld oder Betreuungsgeld beschränkt. Soweit neben diesen Entgeltersatzleistungen noch tatsächliche oder fiktive beitragspflichtige weitere Einnahmen nach § 240 SGB V vorhanden sind, sind sie beitragspflichtig. 10 Auch Ehegatten-Einkommen kann während des Bezugs von Erziehungsgeld zur Beitragsbemessung herangezogen werden, 11 selbst wenn die freiwillig Versicherte vorher über der Jahresarbeitsentgeltgrenze beschäftigt war. In der privaten Krankenversicherung sind auch während Schwangerschaft, Mutterschutz und Elternzeit die vereinbarten monatlichen Prämien unverändert weiterzuzahlen. Die Entscheidung, ob eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung oder eine private Krankenversicherung als Absicherung im Krankheitsfall gewählt wird, sollte erst nach sorgfältiger Abwägung der jeweiligen Vor- und Nachteile getroffen werden. Für die gesetzliche Krankenversicherung spricht, dass sich ihre Beiträge nur nach dem Einkommen, nicht aber nach Alter und Gesundheit richten, Familienangehörige (Ehe- und eingetragene Lebenspartner und Kinder) unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert sind, es weder Wartezeiten noch höhere Prämien bei Vorerkrankungen oder im Alter gibt und die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung während Schwangerschaft, Mutterschutz und Elternzeit beitragsfrei bestehen bleibt, sofern nur Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Elterngeld oder Betreuungsgeld als Einnahme bezogen wird. Für die private Krankenversicherung spricht, dass – nicht wie in der gesetzlichen Krankenversicherung – ein einheitlicher, für alle Versicherten gleicher Krankenversicherungsschutz besteht, sondern die privaten Krankenversicherungsunternehmen für Anwälte – insbesondere über günstige Gruppenversicherungsverträge – vielfältige und zum Teil finanziell günstigere Tarifvarianten anbieten. In der privaten Krankenversicherung kann ein Anwalt seinen Absicherungsbedarf im Krankheitsfall individuell anpassen, indem er nur den Leistungsumfang absichert, den er benötigt. Die private Krankenversicherung bietet freie Arztwahl, was bei der Suche nach einem zeitnahen und zugleich mit den eigenen Terminen abgestimmten Arzttermin für Anwälte eine große Rolle spielen kann. Darüber hinaus können in der privaten Krankenversicherung tarifabhängig die Chefarztbehandlung sowie ein Ein- oder Zweibettzimmer bei einer Behandlung im Krankenhaus versichert werden. Insofern spielt es bei der Wahl der Absicherung im Krankheitsfall sicherlich auch eine Rolle, welche „Annehmlichkeiten“ der Anwalt als Privatpatient, sei es ambulant oder stationär, genießen möchte. Praxistipp: Wenn sich der Anwalt für die Wahl einer privaten Krankenversicherung entscheidet, sollte er genau die Tarife sowie den Leistungsumfang der verschiedenen Anbieter vergleichen. Die Wahl eines Anbieters mit Gruppenversicherungsverträgen für Anwälte kann sich auszahlen, da diese zum einen eigens für die Bedürfnisse von Anwälten geschaffene Tarife, insbesondere im Krankentagegeldbereich, vorsehen, die günstiger als vergleichbare Tarife in der Einzelversicherung sein können. Versichert werden können über Gruppenversicherungsverträge auch die weiterlaufenden Kosten der Kanzlei als Teil des Krankentagegelds, während in der Einzelversicherung regelmäßig das Krankentagegeld auf das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate begrenzt ist. Zum anderen verzichten Gruppenversicherungsverträge häufig auch auf Wartezeiten, sodass sofortiger Versicherungsschutz besteht. 10 Einheitliche Grundsätze zur Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung und weiterer Mitgliedergruppen sowie zur Zahlung und Fälligkeit der von Mitgliedern selbst zu entrichtenden Beiträge vom 27.10.2008, zuletzt geändert am 30.05.2011 – abrufbar unter www.gkv-spitzenverband.de. 11 BSG v. 24.11.1992 – 12 RK 8/92, BSGE 71, 244 = SozR 3-2500 § 224 Nr. 2 = NZS 1993, 360. Schmidt | Die Wahl der richtigen Krankenversicherung für Rechtsanwälte | Deutscher Anwaltverlag 9

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