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eBroschüre Wie Rechtsanwaltskanzleien Honorare sichern und liquide bleiben

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Kaum ein Rechtsanwalt ist nicht von teilweisen oder totalen Forderungsausfällen betroffen. Mehrmonatige Außenstände sind keine Seltenheit. Häufig kämpfen dann die Rechtsanwaltskanzleien selbst mit Liquiditätsproblemen. Damit dies nicht so weit kommt, sollten Rechtsanwälte frühzeitig ein effektives Forderungsmanagement entwickeln. Eine Möglichkeit, die seit 2008 auch Rechtsanwälten zugänglich ist, ist die Beauftragung einer Verrechnungsstelle. Viele Rechtsanwälte scheuen dieses Forderungsmanagement durch Factoring aufgrund von Vorurteilen und fehlenden Kenntnissen in der Praxis. Die kostenlose eBroschüre aus dem Deutschen Anwaltverlag durchleuchtet auf 20 Seiten knapp und verständlich alle Aspekte des Themas und zeigt auf, wie Factoring für Rechtsanwälte funktionieren kann. So erhalten Sie eine umfangreiche Informationsgrundlage zum Factoring für Rechtsanwälte. Aus dem Inhalt: - Gründe für Forderungsausfälle - Finanzierungsmöglichkeiten für Rechtsanwälte - Rechtliche Aspekte des Factorings - Funktionen des Factorings (Finanzierungs-, Dienstleistungs- und Versicherungsfunktion) - Arten des Factorings - Übersicht, Kosten und Voraussetzungen - Praktischer Ablauf - Vor- und Nachteile des Factorings - Erfahrungen aus der Praxis - Weiterführende Literatur

4. Arten des Factoring

4. Arten des Factoring 4.3 Fälligkeitsfactoring Beim Fälligkeitsfactoring werden das Debitorenmanagement und das Forderungsausfallrisiko vom Factor übernommen. Die Kanzlei verzichtet aber auf die sofortige Regulierung des Kaufpreises und nimmt damit nicht den Finanzierungseffekt in Anspruch. 15 Diese Erscheinungsform des Factoring entspricht im Grunde einer Kreditversicherung und hat sich insbesondere in Geschäftszweigen etabliert, in denen die Verität (siehe oben Abschnitt B.1.2) der Forderung regelmäßig vor Fälligkeit in Zweifel steht. Die Anschlusskanzlei kann mit dem Factor flexibel Zahlungstermine unabhängig von den Zahlungseingängen der Debitoren vereinbaren, wodurch die Finanzplanung erheblich erleichtert wird. Die Zahlung des Kaufpreises beim Fälligkeitsfactoring erfolgt somit zu einem fest definierten, zeitlich deutlich nach Abschluss des Kaufvertrags liegenden Zeitpunkt (in der Praxis oftmals 120 Tage nach Fälligkeit). 4.4 Offenes Factoring Beim offenen Factoring erfährt der Debitor bereits mit der Rechnungsstellung und dem darauf befindlichen Abtretungsvermerk nebst Kontonummer des Factors von dem Verkauf der Forderung. Spätestens jedoch beim Mahnschreiben des Factors wird die Abtretung ersichtlich. 4.5 Stilles Factoring Beim stillen Factoring erfährt der Debitor grundsätzlich nichts von der Abtretung an einen Factor; dieser trägt hierbei das Weiterleitungsrisiko, wenn der Debitor trotz Abtretung mit schuldbefreiender Wirkung gem. § 407 BGB an die Anschlusskanzlei leistet. Auf der Rechnung des Rechtsanwalts befindet sich kein Abtretungsvermerk und die Mahnschreiben werden durch den Factor auf dem Briefpapier des Rechtsanwalts erstellt. Erst im Rahmen des gerichtlichen Mahnverfahrens wird die Abtretung aufgedeckt. Beim stillen Verfahren ist der Rechtsanwalt weiterhin der Ansprechpartner für das Forderungsmanagement. Durch die Möglichkeit des stillen Factoring wird den teilweise immer noch existierenden Befürchtungen der Anschlusskanzlei (hier: Rechtsanwalt) Rechnung getragen, durch das Bekanntwerden der Nutzung von Factoring könne ihr Ansehen bei Geschäftspartnern und Banken sinken. Dass diese Vorbehalte unbegründet sind, belegt die Studie der Universität zu Köln. 16 4.6 Halboffenes Factoring Zwischen offenem und stillem Factoring existiert auch noch die Variante des sog. halboffenen Factorings. Hierbei wird die Abtretung zunächst nicht offengelegt, aber auf der an den Debitoren versandten Rechnung ein alleiniges Zahlungskonto des Factors angegeben, ohne dieses als solches zu kennzeichnen. Die Offenlegung der Forderungsabtretung erfolgt i.d.R. spätestens bei gerichtlicher Geltendmachung durch den Factor schon anlässlich außergerichtlicher Beitreibungsmaßnahmen. Bei dieser Art Factoring wird der Debitor wie beim stillen Factoring nicht über die Abtretung der Forderung, sondern nur über die Zusammenarbeit mit dem Factor informiert, dessen Zahlungsadresse ihm mitgeteilt wird. 4.7 Full-Service-Factoring Im Rahmen des Full-Service-Factoring werden die Debitorenbuchhaltung 17 sowie Mahn- und Inkassowesen – auch nicht angekaufter Forderungen – durch den Factor übernommen und ausgeführt. Auf diese Weise können wertvolle personelle und finanzielle Ressourcen statt für interne Organisation für die steuerberatenden Kernaufgaben genutzt werden, wodurch gleichzeitig die Produktivität der Kanzlei verbessert wird. 4.8 Inhousefactoring Beim Inhousefactoring verbleiben das Debitorenmanagement sowie Mahn- und Inkassowesen beim Rechtsanwalt. Dieser hat zudem die Möglichkeit, nur bestimmte Forderungen zu verkaufen (= Ausschnittsfactoring). 15 Walter, Factoring als alternatives Finanzierungsinstrument für den Mittelstand, 1. Auflage 2010, S. 15 f. 16 Studie der Universität zu Köln „Wachsen mit Factoring“ (2011), S. 14 und 27, http://www.factoring.de/studie-der-universit%C3%A4t-zuk%C3%B6ln. 17 Dies ist allerdings im Steuerberaterfactoring eher unüblich. Gilgan | Wie Rechtsanwaltskanzleien Honorare sichern und liquide bleiben | Deutscher AnwaltVerlag 18

4. Arten des Factoring 4.9 Reines Forderungsmanagement Im Rahmen des Forderungsmanagements werden praktisch alle Abläufe im Rechnungswesen der Kanzlei zusammengefasst. Dazu zählen alle Maßnahmen, die dazu geeignet sind, Forderungsausfälle von Beginn an zu vermeiden und ihnen – wenn sie einmal entstanden sind – effektiv zu begegnen. Das Forderungsmanagement hat im Wesentlichen folgende drei Aufgaben: • Rechnungserstellung, • Debitorenbuchhaltung sowie • Mahnverfahren (außergerichtlich/gerichtlich) und Inkasso. Das Forderungsmanagement reicht von der Bonitätsprüfung vor Leistungserbringung bis hin zur Kontrolle von Rechnungen, Gutschriften und Reklamationen. Am Ende steht im Zweifelsfall die Übergabe offener Forderungen an ein Inkassounternehmen. Das reine Forderungsmanagement kann auch „outgesourct“ und dem Factor übertragen werden. So können Personal und die entsprechenden Kosten eingespart werden. Damit ergeben sich besonders für Kanzleien mit oftmals vorzuweisenden Zahlungsausfällen Vorteile hinsichtlich der Organisation des Forderungsmanagements und des Eintreibens offener Zahlungen. Der Factor stellt die Gebührenforderungen gezielt und konsequent an die Schuldner. Dadurch wird das Forderungsmanagement für den Rechtsanwalt selbst kostengünstiger, oftmals auch erfolgreicher und sicherer. Beim Forderungsmanagement in Eigenregie muss der Prozess inkl. Arbeitsanweisungen und Musterdokumenten entwickelt und implementiert werden. Zudem wird Personal im Bereich Eigenorganisation gebunden, fällt also für die Kerndienstleistungen und damit die Wertschöpfung aus. Wird das Forderungsmanagement hingegen ausgegliedert, entfallen die vorstehenden Nachteile. Welche der beiden Möglichkeiten die Kanzleileitung wählt, hängt im Ergebnis davon ab, welche Variante günstiger ist. In der Berechnung sind insbesondere folgende Parameter zu berücksichtigen: • Personalkosten für Forderungsmanagement, • jährliche Forderungsverluste in % vom Umsatz, • gewährte Skonti in %, • entgangene Wertschöpfung sowie • Inanspruchnahme Kontokorrent. Hier eine Beispielrechnung: Kanzleiumsatz: 500.000,00 € Angedienter Umsatz (50 %; siehe Abschnitt B.9.1.2) 250.000,00 € Personalkosten für Forderungsmanagement: 2.000,00 € Jährliche Forderungsverluste in % vom Umsatz 3 % 15.000,00 € Gewährte Skonti in % 1 % 5.000,00 € Kosten FOM in Eigenregie 22.000,00 € Kosten Factoring 2,99 % 14.950,00 € Vorteil Factoring für RAe jährlich 7.050,00 € Zu den Vorteilen kommt noch die individuelle Wertschöpfung hinzu (siehe Abschnitt B.11.6), da die Arbeitskraft nicht in Organisationsaufwand, sondern in Kerndienstleistungen investiert werden kann. Schließlich lässt sich dadurch auch der Fristendruck reduzieren. Gilgan | Wie Rechtsanwaltskanzleien Honorare sichern und liquide bleiben | Deutscher AnwaltVerlag 19

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