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eBroschüre Wie Rechtsanwaltskanzleien Honorare sichern und liquide bleiben

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Kaum ein Rechtsanwalt ist nicht von teilweisen oder totalen Forderungsausfällen betroffen. Mehrmonatige Außenstände sind keine Seltenheit. Häufig kämpfen dann die Rechtsanwaltskanzleien selbst mit Liquiditätsproblemen. Damit dies nicht so weit kommt, sollten Rechtsanwälte frühzeitig ein effektives Forderungsmanagement entwickeln. Eine Möglichkeit, die seit 2008 auch Rechtsanwälten zugänglich ist, ist die Beauftragung einer Verrechnungsstelle. Viele Rechtsanwälte scheuen dieses Forderungsmanagement durch Factoring aufgrund von Vorurteilen und fehlenden Kenntnissen in der Praxis. Die kostenlose eBroschüre aus dem Deutschen Anwaltverlag durchleuchtet auf 20 Seiten knapp und verständlich alle Aspekte des Themas und zeigt auf, wie Factoring für Rechtsanwälte funktionieren kann. So erhalten Sie eine umfangreiche Informationsgrundlage zum Factoring für Rechtsanwälte. Aus dem Inhalt: - Gründe für Forderungsausfälle - Finanzierungsmöglichkeiten für Rechtsanwälte - Rechtliche Aspekte des Factorings - Funktionen des Factorings (Finanzierungs-, Dienstleistungs- und Versicherungsfunktion) - Arten des Factorings - Übersicht, Kosten und Voraussetzungen - Praktischer Ablauf - Vor- und Nachteile des Factorings - Erfahrungen aus der Praxis - Weiterführende Literatur

2. Gründe für

2. Gründe für Forderungsausfälle Gleichwohl gerät die Kanzlei zunehmend unter Handlungsdruck, soll sie nicht im Hinblick auf ausstehende Honorare selbst in eine Krisensituation geraten. Denn Liquidität ist für jedes Unternehmen und damit auch für Rechtsanwaltskanzleien von existenzieller Bedeutung. Sie ist Voraussetzung für die Handlungsfähigkeit und den Fortbestand der Kanzlei; daneben ist sie Grundlage für die Unabhängigkeit von externen Geldgebern. Deshalb sollten Forderungsausfälle so gering wie möglich gehalten, zumindest aber auf ein Maß begrenzt werden, das den Fortbestand der Kanzlei nicht gefährdet. 2.1 Zahlungsmoral der Debitoren Allein im ersten Halbjahr 2016 erhöhte sich der Zahlungsverzug gegenüber dem 2. HJ 2015 in Deutschland von durchschnittlich 9,96 auf 10,45 Tage (+0,49 Tage). „Dabei zeigten allerdings gerade Wirtschaftsbereiche mit einer bislang vergleichsweise pünktlichen Zahlungsweise deutlichere Verschlechterungen“. 2 Die Gesamtforderungslaufzeit, d. h. Zahlungsziel zzgl. Zahlungsverzögerungen, lag in Deutschland im 1. Halbjahr 2016 bei durchschnittlich rund 42 Tagen. Im Sechs-Monatszeitraum zuvor lag diese noch bei 41 Tagen. Zu unterscheiden sind die zahlungswilligen, aber zahlungsunfähigen Debitoren von den zahlungsfähigen, aber zahlungsunwilligen Debitoren. Die zahlungsunwilligen Debitoren verdienen eine grundlegend andere Behandlung als die zahlungswilligen. Die Zahlungsunwilligen verdienen keine Nachsicht, sondern konsequente Forderungsdurchsetzung und notfalls sogar die Kündigung. Sie zeigen durch ihr Verhalten, dass sie glauben, den Rechtsanwalt deutlich nachrangig befriedigen zu können, ohne dafür einen triftigen Grund in Anspruch nehmen zu können – außer dem, einfach jetzt nicht zahlen zu wollen. Den Zahlungswilligen dagegen darf die Kanzlei durchaus mit Ratenzahlungsvereinbarungen, Stundungen und Nachlässen oder sogar durch Erlass von Teilen des Honorars entgegenkommen. Solche Debitoren haben auch keine Probleme, dem Rechtsanwalt ein Anerkenntnis oder eine Ratenzahlungsvereinbarung zu unterschreiben. Wird dies jedoch verweigert, ist äußerste Vorsicht geboten. Das sind deutliche Anzeichen, die auf einen zahlungsunwilligen Debitoren hindeuten. 2.2. Wirtschaftliche Lage der Debitoren Rechtsanwälte bedienen schwerpunktmäßig kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Privatpersonen und Freiberufler. Das Zahlungsverhalten der KMU erklärt sich wiederum aus dem Zahlungsverhalten von deren Kunden. Zahlen also die Kunden der Debitoren schlecht, schlägt das auf das Zahlungsverhalten der Debitoren der Kanzlei direkt durch. Nach der Studie der Creditreform „Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand – Herbst 2013“ ergeben sich in den Hauptwirtschaftszweigen folgende Forderungslaufzeiten: 3 bis 30 Tage bis 60 Tage bis 90 Tage über 90 Tage Verarbeitendes Gewerbe 80,1 % 15,8 % 3,3 % 0,7 % Bau 87,5 % 8,3 % 3,8 % 0,3 % Handel 84,6 % 13,0 % 1,5 % 0,9 % Dienstleistungen 82,3 % 11,8 % 4,0 % 1,8 % Durchschnitt 83,62 % 12,22 % 3,15 % 0,9 % Diese Werte spiegeln sich auch im rechtsberatenden Beruf wider, der ein bis zwei Monatsumsätze, z.T. sogar drei Monatsumsätze Außenstände hat. Bei den Forderungsverlusten ergibt sich folgendes Bild: Forderungsverlust in % vom Umsatz bis 0,1 bis 0,5 bis 1,0 über 1,0 Kein Verlust % der Befragten 35,0 18,1 12,8 10,0 22,0 2 Creditreform Zahlungsindikator Deutschland Sommer 2016, S. 1 3 Creditreform, Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand – Herbst 2013, 27, abrufbar unter http://www.creditreform.de/fileadmin/user_ upload/crefo/download_de/news_termine/wirtschaftsforschung/wirtschaftslage-mittelstand/analyse_MIT-herbst-2013.pdf. Gilgan | Wie Rechtsanwaltskanzleien Honorare sichern und liquide bleiben | Deutscher AnwaltVerlag 8

3. Kompensierungsaufwand für Forderungsverluste 2.3 Zu späte Rechnungsstellung durch Rechtsanwälte Aber auch die Rechtsanwälte selbst sind mitverantwortlich für ihre Forderungsverluste: Rechnungen werden vielfach (zu) spät geschrieben und/oder nicht konsequent durchgesetzt. Das Forderungsmanagement kommt nicht selten deutlich zu kurz. Allgemein gilt: Mit zunehmendem Alter der Forderung sinken die Erfolgsaussichten der Beitreibung. 4 Hierzu das nachfolgend dargestellte Ergebnis einer empirischen Erhebung: Forderung fällig seit Beitreibungswahrscheinlichkeit 2 Monaten 90 % 3 Monaten 73 % 6 Monaten 57 % 12 Monaten 25 % (Quelle: DWA Wirtschaftsauskunft: Online Wirtschaftsauskünfte & Bonitätsprüfung) Rechtsanwälte sollten sich nicht übermäßig vertrösten lassen, denn • die finanzielle Situation von Schuldnern verbessert sich durch Abwarten in der Regel nicht; • evtl. noch vorhandene finanzielle Mittel werden zur Befriedigung von Gläubigern verwendet, die am hartnäckigsten auf dem Ausgleich ihrer Forderungen bestehen. Empfehlung: Zahlt der Debitor das Honorar nicht fristgerecht, sollte er umgehend darauf angesprochen und mit ihm geklärt werden, welche Gründe dafür maßgeblich sind. Handelt es sich um einen zahlungsfähigen, jedoch zahlungsunwilligen Debitoren, ist für ein nachsichtiges Handeln kein Raum; die Forderung sollte konsequent beigetrieben werden. Handelt es sich um einen derzeit nicht liquiden Debitoren, sollte er bereit sein, z.B. ein Schuldanerkenntnis zu unterschreiben oder eine Ratenzahlung zu vereinbaren. Tut er dies nicht, ist dies ein starkes Indiz für seine Zahlungsunwilligkeit, der mit der konsequenten Forderungsbeitreibung begegnet werden sollte. Es macht wirtschaftlich schlicht keinen Sinn, ohne Entgelt zu arbeiten und sich zusätzlich noch der Haftungsgefahr auszusetzen. 3. Kompensierungsaufwand für Forderungsverluste Um Forderungsausfälle zu kompensieren, muss ein Mehrumsatz erzielt werden. Beispiel: Umsatzerlöse: 150.000,00 € 250.000,00 € 300.000,00 € Angestrebter Gewinn: 80.000,00 € 80.000,00 € 80.000,00 € Forderungsausfall: 1.500,00 € 2.500,00 € 3.000,00 € Ihr Ergebnis: Angestrebte Umsatzrendite (angestr. Gewinn/ Umsatzerlöse): 53,33% 32,00% 26,67% 4 Siehe http://www.dwa-wirtschaftsauskunft.de/bonitaetsauskuenfte/forderungsverluste.htm. Gilgan | Wie Rechtsanwaltskanzleien Honorare sichern und liquide bleiben | Deutscher AnwaltVerlag 9

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