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Infobrief-MkG 04/2017

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Die neue Ausgabe des MkG-Infobriefs ist da: Erfahrene Praktiker geben neue und wichtige Tipps für junge Juristen. In dieser Ausgabe lesen Sie: ► Interview mit Legal Tech-Unternehmer Andreas Duckstein: Pizza und eine Portion Rechtsberatung, bitte! ► Dr. Petra Arends-Palzer: Junge Anwälte, das sind Ihre Nischen ► Petra Geißinger: Serie „Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben“ Teil 2 – Länger krank im Job? Basics zum BEM (nach SGV IX) ► Fabian Nowak: Das Ende der Störerhaftung für öffentliche WLAN-Betreiber – freies WLAN für alle? ► Petra Geißinger: Serie „Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben“ Teil1: SGB IX in der anwaltlichen Beratungspraxis“ ► Benjamin Schauß: Verjährungshemmung durch das Mahnverfahren – was ist zu beachten? ► Prof. Dr. Dieter Müller: Telefonieren mit dem Handy am Steuer – Ermittlung, Ahndung, Rechtsvertretung ► Video: Haben gedruckte Bücher für Juristen noch eine Zukunft? ► Ronja Tietje und Viviane Schrader: Kanzleiausbildung in der Praxis – wirksames Mittel gegen den Fachkräftemangel ► Gratis-Formular: Musterformular Beschuldigtenvernehmung

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Ausbildung ´ Kanzleiausbildung in der Praxis – wirksames Mittel gegen den Fachkräftemangel Investition in den Fachangestelltennachwuchs lohnt sich! Der 1. August eines jeden Jahres markiert üblicherweise den Beginn des Ausbildungsjahres für die künftigen Auszubildenden zum/zur Rechtsanwaltsfachangestellten. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge sinkt allerdings bzw. stagniert auf einem sehr geringen Niveau. Doch wenn der Nachwuchs in der Branche ausbleibt und – leider – viele gut ausgebildete Rechtsanwaltsfachangestellte der Branche den Rücken kehren, dann wird die Versorgung der Kanzleien mit guten Fachkräften künftig schwierig bleiben. Ein gutes Mittel, diesem Trend entgegenzuwirken, ist die Investition in den eigenen Fachangestelltennachwuchs. So kann durch eine gute und fundierte Ausbildung und im Anschluss die Übernahme einer fachlich kompetenten Fachangestellten die Personalsituation der Kanzlei deutlich verbessert und zukunftsfähig gestaltet werden. Zeit- und Kostenaufwand nicht scheuen Das wichtigste an erster Stelle: Ja! Gute Ausbildung bedeutet für die Kanzleien einen immensen Zeit- und somit auch Kostenaufwand. Das ist nicht zu verleugnen. Allerdings sorgt eine gute Ausbildung auch dafür, dass spätestens im dritten Ausbildungsjahr die angehenden Rechtsanwaltsfachangestellten sehr gut im Kanzleialltag eingesetzt werden und so die übrigen Mitarbeiter entlasten können. Eine gute Ausbildung zahlt sich also bereits hier für die Kanzlei aus. Schafft es die Kanzlei auch noch, bereits während der Ausbildung gute Rahmenbedingungen zu bieten, z.B. ein angenehmes, wertschätzendes Kanzleiklima, Fortbildungsmöglichkeiten, angemessene Vergütung und ein konkretes Gespräch mit dem Hinweis auf den Wunsch der Kanzlei zur Weiterbeschäftigung, gelingt auch die (dauerhafte) Übernahme der Rechtsanwaltsfachangestellten in ein Angestelltenverhältnis und stärkt somit die personelle Situation der Kanzlei. Hinweis: Die von den Rechtsanwaltskammern ausgesprochenen Empfehlungen zur Ausbildungsvergütung stellen die Mindestvergütungen dar. Es ist jeder Kanzlei freigestellt, über diese Empfehlungen hinaus eine höhere Ausbildungsvergütung zu zahlen. Gute Planung Bilden Sie nach einem festgelegten Lehrplan aus Kanzleien, die bislang noch nicht oder nicht mehr ausgebildet haben, sollten sich nicht blindlings in das Abenteuer Ausbildung stürzen. Qualitativ hochwertige Ausbildung sollte gut geplant und erst dann durchgeführt werden. Eine wichtige Grundlage ist die Erstellung eines kanzleieigenen Ausbildungsplans auf der Basis der ReNoPat-Ausbildungsverordnung. Erst, wenn die Kanzlei die inhaltlichen Anforderungen der Verordnung wirklich erfüllen kann, sollte über die Einstellung eines/einer Auszubildenden nachgedacht werden. Hat eine Kanzlei eine konkrete Spezialisierung (z.B. Familienrecht), so dass die Vermittlung der Inhalte nach der Verordnung nicht möglich ist, muss sich die Kanzlei darüber Gedanken machen, wie die Ausbildungsinhalte – ggf. durch Kooperationen mit anderen Kanzleien – vermittelt werden können. Der kanzleieigene Ausbildungsplan Ein Blick in § 5 Abs. 2 der ReNoPatAusbV zeigt, dass jede ausbildende Kanzlei einen Ausbildungsplan zu erstellen hat. Die Auszubildenden sind an der Umsetzung dieses Plans zu beteiligen (Anlage zur ReNoPatAusbV, Abschnitt F, lfd. Nr. 3 Buchst. B). Ein großer Vorteil des individuellen Ausbildungsplans ist, dass zu jeder Zeit innerhalb der Ausbildung auf einen Blick erfasst werden kann, welche Inhalte den Auszubildenden bereits vermittelt wurden, welche Themenbereiche ggfs. noch fehlen und wer für die Vermittlung des jeweiligen Ausbildungsthemas verantwortlich zeichnet. So hat die 16 Infobrief Spezial MkG • Mit kollegialen Grüßen 04 | AUG 2017

Ausbildung Kanzlei ein gutes Kontrollmittel, um keinen Ausbildungsbereich zu vergessen. Des Weiteren sorgt der Plan zu Beginn dafür, dass die Auszubildenden zügig an die Tätigkeiten eines/einer Rechtsanwaltsfachangestellten herangeführt werden und mittelfristig bereits Unterstützungsleistungen erbringen können, und ermöglicht am Ende eine kanzleieigene, optimale Prüfungsvorbereitung. Denn eine gut durchdachte Kombination von strukturierter Kanzleiausbildung und dem normalen Tagesgeschäft lässt die Ausbildung für beide Seiten nicht zum lästigen, zeitraubenden Anhängsel werden, sondern sorgt für eine gute Integration der Auszubildenden und dient letztendlich auch deren beruflichem Fortkommen. In der Gestaltung des kanzleieigenen Ausbildungsplans ist jede Kanzlei völlig frei. Es gibt keine verbindlichen Muster oder Vorgaben. Wichtig ist, dass sich aus dem Plan die zeitliche und sachliche Gliederung der Ausbildung – unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Abläufe der Kanzlei – ergibt. Hinweis: Bildet die Kanzlei das erste Mal aus, kann die Erstellung des Ausbildungsplans und der Abgleich mit den tatsächlichen Abläufen in der Kanzlei schwierig und zeitaufwändig sein. Hier lohnt es sich, in eine externe Beratung zu investieren, die – je nach Bedarf – bei der Implementierung von Ausbildung in die Kanzleiabläufe beratend zur Seite steht oder den gesamten Prozess begleitet und unterstützt. Bei der Erstellung eines kanzleieigenen Ausbildungsplans erkennen viele Kanzleien, dass sie ihre eigenen Prozessabläufe und Strukturen auf den Prüfstand stellen sollten. Die Kanzleien sollten diese Chance ergreifen und die Kanzleiabläufe durch Veränderungen und Anpassungen voranbringen, um noch erfolgreicher tätig zu werden. Fazit Der Zeit- und Kostenaufwand, der durch eine qualitativ hochwertige Ausbildung entsteht, rechnet sich schon relativ schnell, wenn die Auszubildenden zügig an die „echte“ Arbeit herangeführt werden und sich ins Kanzleiteam integrieren können. Gelingt auch noch die Übernahme in ein Angestelltenverhältnis, ist die Kanzleiausbildung ein Erfolg und garantiert der Kanzlei Rechtsanwaltsfachangestellte, die auf einem qualitativ hochwertigen Niveau ihren Teil zum Kanzleierfolg beitragen. Die Tietje & Jäger oHG bietet Organisationsberatung für Rechtsanwaltskanzleien, Inhouse Schulungen und Seminare zu verschiedenen Soft Skill Themen, sowie Existenzgründungs- und Berufswegplanung. Ronja Tietje ist Rechts- und Notarfachwirtin. Viviane Schrader ist Rechtsfachwirtin und zert. Personalma nagerin (DAM). Beide sind Gesellschafterinnen der Tietje & Jäger oHG, Kanzlei consulting. www.tietje-jaeger.de Mit kollegialen Grüßen Ronja Tietje und Viviane Schrader Gratis Muster: Beschuldigtenvernehmung Sehr geehrte/r Herr/Frau ____________ , Sie teilten mir mit, dass Sie durch die Polizei in xx wegen des gegen Sie gerichteten Strafverfahrens zur Beschuldigtenvernehmung vorgeladen wurden. Ich rate Ihnen dringend, diesen Termin nicht wahrzunehmen und insbesondere bei der Polizei keine Angaben zu machen. Als Beschuldigte/r steht es Ihnen immer frei, Angaben zur Sache zu machen oder nicht. Machen Sie keine Angaben zur Sache, darf dies nicht zu Ihrem Nachteil verwertet werden. Zudem besteht bei der Polizei keine Erscheinungspflicht, d.h. Ihr dortiges Erscheinen, unabhängig von der Frage, ob Sie Angaben machen oder nicht, kann nicht erzwungen werden. Ich hatte bereits mit Schriftsatz vom xx gegenüber der Polizei Ihre Vertretung als Beschuldigte/r angezeigt. Unter Bezugnahme auf die mir erteilte Strafprozess-vollmacht werde ich nochmals gegenüber der Polizei mitteilen, dass Sie zu einer Beschuldigtenvernehmung nicht erscheinen und zunächst keine Angaben zur Sache machen werden. Mit freundlichen Grüßen Infobrief Spezial MkG • Mit kollegialen Grüßen 04 | AUG 2017 17

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