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MkG-Fachinfomagazin Ausgabe 05/18

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Neue Ausgabe des Fachinfo-Magazins MkG: Vom Kanzleiwechsel bis zur Musterfeststellungsklage Wie funktioniert ein erfolgreicher Kanzleiwechsel? Wie sorge ich dafür, dass meine Mandanten mich verstehen und was hat es mit der neuen Musterfeststellungsklage auf sich? Um diese Fragen geht es unter anderem in der fünften Ausgabe des Fachinfo-Magazins MkG – mit kollegialen Grüßen – das Online-Magazin für Jungjuristen. In dieser Ausgabe lesen Sie: ►Fee Rahel Schlaegel: Mit dieser Strategie finden Sie Ihren Berufsweg ► Vincent Döbrich: Einführung des Musterfeststellungsverfahren – kollektiver Rechtsschutz made in Germany ► Petra Geißinger: Artikelserie Arbeitsrecht 4.0. – Private Nutzung von Internet und E-Mail am Arbeitsplatz? ► Norbert Schneider: Welche Richtlinien gelten bei Terminsgebühr für Hauptbevollmächtigte und Terminsvertreter? ► Dr. Anja Schäfer: Wie Sie als Anwalt verständlich mit Ihren Mandanten kommunizieren ► Bettina Taylor: IURRATIO Job Awards 2019 – Müssen Kanzleien bald um Nachwuchs kämpfen

ABRECHNUNG

ABRECHNUNG ................................................................................................................................................................................................................... § 15 ABS. 2 RVG GILT FÜR JEDEN ANWALT In der Sache ging es zunächst um die Frage, ob eine fiktive Terminsgebühr beim Hauptbevollmächtigten überhaupt noch entstehen kann, wenn eine „echte“ Terminsgebühr beim Unterbevollmächtigten bereits angefallen ist. Das LG Mönchengladbach (AGS 2009, 266 = RVGreport 2009, 145) hatte den Anfall einer fiktiven Terminsgebühr in einem solchen Fall verneint. Es ist davon ausgegangen, dass eine fiktive Terminsgebühr dann nicht anfallen könne, wenn im Verfahren bereits eine echte Terminsgebühr angefallen sei. Das OLG Celle weist jedoch zu Recht darauf hin, dass diese Auffassung nicht haltbar ist. Zwar kann in derselben Angelegenheit jede Gebühr nur einmal verlangt werden; sind allerdings mehrere Anwälte beauftragt, gilt § 15 Abs. 2 RVG für jeden Anwalt. Das heißt, jeder Anwalt kann die bei ihm anfallenden Gebühren nur einmal abrechnen; beide Anwälte können aber die Gebühren gesondert voneinander erheben. Entsteht also beim hauptbevollmächtigten Anwalt eine sog. fiktive Terminsgebühr, nachdem beim unterbevollmächtigten Terminsvertreter bereits eine echte Terminsgebühr angefallen ist, können beide Gebühren gesondert abgerechnet werden. Sie sind auch gesondert zu erstatten. BEISPIEL In einem Rechtsstreit über 4.000,00 € wird vor dem auswärtigen Gericht ein Terminsvertreter bestellt, der am Termin zur mündlichen Verhandlung teilnimmt. Nach der mündlichen Verhandlung unterbreitet das Die Terminsgebühr ist jetzt für beide Anwälte angefallen; für den Terminsvertreter, weil er den Termin zur mündlichen Verhandlung wahrgenommen hat (Vorbem. 3 Abs. 3 S. 3 Nr. 2 VV RVG) und für den Hauptbevollmächtigten, weil er am Abschluss eines schriftlichen Vergleichs mitgewirkt hat (Anm. Abs. 1 Nr. 1 zu Nr. 3104 VV RVG). Die Einigungsgebühr entsteht nur beim Hauptbevollmächtigten. Gericht einen Vergleichsvorschlag, dem der Hauptbevollmächtigte und auch der Gegner zustimmen, so dass das Gericht nach § 278 Abs. 6 ZPO das Zustandekommen dieses Vergleichs feststellt. EINIGUNGSGEBÜHR ENTSTEHT NUR BEIM HAUPTBEVOLLMÄCHTIGTEN I HAUPTBEVOLLMÄCHTIGTER Hätte der Terminsvertreter an dem Vergleich mitgewirkt, etwa indem der später vom Gericht unterbreitete Vorschlag in der mündlichen Verhandlung vorbesprochen und ausgehandelt worden wäre, dann hätte auch der Terminsvertreter eine Einigungsgebühr verdient, da nach Anmerkung zu Nr. 1000 VV RVG die Mitwirkung an Vertragsverhandlungen bereits ausreicht, um die Einigungsgebühr zu verdienen. 1. 1,3 Verfahrensgebühr, Nr. 3100 VV RVG (Wert: 4.000,00 €) 327,60 € 2. 1,2 Terminsgebühr, Nr. 3104 VV RVG (Wert: 4.000,00 €) 302,40 € 3. 1,0 Einigungsgebühr, Nr. 1000, 1003 VV RVG (Wert: 4.000,00 €) 252,00 € 4. Postentgeltpauschale, Nr. 7002 VV RVG 20,00 € Zwischensumme 902,00 € 5. 19 % Umsatzsteuer, Nr. 7008 VV RVG 171,38 € Gesamt 1.073,38 € II TERMINSVERTRETER 1. 0,65 Verfahrensgebühr, Nr. 3401, 3100 VV RVG (Wert: 4.000,00 €) 163,80 € 2. 1,2 Terminsgebühr, Nr. 3402, 3104 VV RVG (Wert: 4.000,00 €) 302,40 € 3. Postentgeltpauschale, Nr. 7002 VV RVG 20,00 € Zwischensumme 486,20 € 4. 19 % Umsatzsteuer, Nr. 7008 VV RVG 92,38 € Gesamt 578,58 € Mit kollegialen Grüßen Norbert Schneider 12 // FACHINFO-MAGAZIN

KANZLEIPRAXIS ................................................................................................................................................................................................................... ALS ANWALT GEKONNT KOMMUNIZIEREN: SO VERSTEHEN IHRE MANDANTEN SIE ENDLICH DR. ANJA SCHÄFER Rechtsanwältin Dr. Anja Schäfer war acht Jahre für eine große mittelständische Kanzlei in NRW auf dem Gebiet des Verwaltungsrechts tätig. Heute unterstützt und berät sie von Berlin aus hauptsächlich Rechtsanwältinnen bei Fragen zur strategischen Ausrichtung, zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung, zur Kommunikation im Business sowie zum Auf- und Ausbau des eigenen Netzwerkes. Über eine authentische, klare Kommunikation mit Herz im Business spricht sie regelmäßig in ihrem Podcast, dem „Kommunikationstango“. Neben ihrer Tätigkeit als Business-Coach und Mentorin ist sie Lehrbeauftragte an verschiedenen Hochschulen, hält Vorträge, gibt Workshops und engagiert sich im Deutschen Juristinnenbund sowie der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen. www.anja-schaefer.eu Haben Sie in oder nach Gesprächen mit Ihren – im Einzelfall auch potentiellen – Mandanten das Gefühl, dass Sie trotz vieler Worte nicht richtig oder nicht ausreichend verstanden wurden? Kommt es vor, dass Sie Ihren Mandanten so viele Informationen wie möglich innerhalb kurzer Zeit vermitteln wollen, um dann später festzustellen, dass die wichtigsten Punkte in der Informationsflut untergegangen sind? Erfahren Sie von Rechtsanwältin und Coach Dr. Anja Schäfer, wie Sie im Austausch mit Ihren Mandanten mehr erreichen, indem Sie diese in den Fokus rücken, Ihre Kommunikationsqualitäten bewusst einsetzen sowie Ihre Stimme aktiv nutzen. 1. REDEN SIE BESSER, INDEM SIE DIE SPRACHE IHRES MANDAN- TEN SPRECHEN, NACHFRAGEN UND ZUHÖREN In Gesprächen mit Mandanten kommt es meist weniger darauf an, diese mit allen Sach- und Fachinformationen zu versorgen. Häufig sind diese ohnehin damit überfordert. Schließlich sind sie keine Juristen. Für Sie als Anwalt oder Anwältin ist es entscheidend, dass Sie in Besprechungen Ihren Mandanten in den Fokus rücken, indem Sie erstens deren Sprache sprechen und sich zweitens kurzfassen. Dies bedeutet, dass Sie juristische Sachthemen in der Alltagssprache und damit auch für Nichtjuristen verständlich sowie in komprimierter Fassung, d. h. in dem für den jeweiligen Mandanten verträglichen Maß, darstellen. Besonders am Anfang der Berufstätigkeit lohnt es sich, wichtige Punkte langer Schriftsätze vor Mandantengesprächen stichpunktartig zusammenzufassen, um diese dann verständlich und auf das Wesentliche beschränkt erläutern zu können. Richten Sie – vor allem in länger dauernden Besprechungen – immer wieder proaktiv Verständnisfragen an Ihre Zuhörer. Auf diese Weise klären Sie, ob Ihr Gegenüber zum einen Ihren Ausführungen folgen konnte, und zum anderen diese tatsächlich verstanden hat. Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Mandant Unklarheiten tatsächlich mitteilen wird. Fragen Sie bewusst nach und übergehen Sie auch den kleinsten ausgesprochenen Zweifel nicht. Nur wenn Ihrem Gegenüber alles klar ist, lohnt sich eine Fortsetzung Ihres Redebeitrags. Hören Sie aktiv zu! Bereits der Schriftsteller Gottfried Keller stellte fest: „Mehr zuhören als zu reden – solches lehrt uns die Natur. Sie versah uns mit zwei Ohren, doch einer Zunge nur.“ Je mehr Sie über Ihre Mandanten wissen, um so mehr und um so leichter können Sie Zugang zu Ihnen gewinnen und diese überzeugen. Trainieren Sie sich daher beim Austausch mit anderen Menschen darin, bewusst zuzuhören. Das gelingt Ihnen, indem Sie sich für den Moment ganz auf die andere Person und deren Themen fokussieren, statt Ihre eigene Expertise einbringen zu wollen. Denn am liebsten reden Menschen mit Menschen, die gut zuhören können. 13 // FACHINFO-MAGAZIN

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