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MkG-Infobrief Ausgabe 3/2017

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Die neue Ausgabe des MkG-Infobriefs ist da: Erfahrene Praktiker geben neue und wichtige Tipps für junge Juristen. In dieser Ausgabe lesen Sie: ► Sabine Jungbauer: beA-Serie Teil 3 – Haftungsfallen ► Raik Brete: Beratung in der Krise ► Dr. Astrid Auer-Reinsdorff: Datenschutzgrundverordnung – Countdown zum 25. Mai 2018 ► Norbert Schneider: Fiktive Terminsgebühr im einstweiligen Verfügungs- und Anordnungsverfahren ► Petra Geißinger: Serie „Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben“ Teil1: SGB IX in der anwaltlichen Beratungspraxis“ ► Markus Hegelein: Erfahrungsbericht – Wie ist es, heute als Migrationsanwalt zu arbeiten? ► Dr. Dominik Herzog: Kolumne – „Aus dem Leben eines Jungjuristen“: Möbel, Müsli und Mandate – alles online oder was? ► Gratis-Formular: Musterformular Kündigung und Räumungsklage (Vermieter) ► Umfrage: Sehen Sie Legal Tech als eine Chance oder eine Bedrohung? Stimmen Sie ab! Besuchen Sie uns jetzt auch auf Facebook! Diese und weitere Themen finden Sie auf der Homepage des MkG-Infobriefs www.mkg-online.de.

Aktuelle Rechtsprechung

Aktuelle Rechtsprechung Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben – SGB IX in der anwaltlichen Beratungspraxis – Teil 1 Demografischer Wandel und Fachkräftemangel führen dazu, dass Menschen mit Behinderungen für den Arbeitsmarkt relevanter werden. Somit verliert auch das SGB IX, das durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) in mehreren Stufen umfassend reformiert wird, an „Exotenstatus“. Diese Punkte sollten Sie berücksichtigen, wenn das Thema (Schwer-)Behinderung Ihren Mandanten betrifft: Anhaltspunkte für die Relevanz des Themas Schwerbehinderung in der anwaltlichen (Arbeitnehmer-) Beratung: • Mandant berichtet über gesundheitliche Einschränkungen • Mandant spricht über Leistungsdruck, Arbeitsverdichtung, nachlassende Kräfte • Längere Arbeitsunfähigkeitszeiten • Erhalt einer Kündigung Wann spricht man von Behinderung nach § 2 SGB IX? Eine Behinderung Das Bundesteilhabegesetz verliert seinen „Exotenstatus” • kann körperlicher, • geistiger oder seelischer Natur sein, • muss länger als sechs Monate bestehen und • abweichend vom alterstypischen Zustand sein. Es wird unterschieden zwischen • Behinderung nach Abs. 1, Grad der Behinderung (GdB) 20 bis 45, Teilhabe beeinträchtigt oder Beeinträchtigung zu erwarten, • Schwerbehinderung nach Abs. 2, Grad der Behinderung (GdB) mindestens 50 bis 100, • Gleichstellung nach Abs. 3, dann GdB mindestens 30 und Gefährdung des Arbeitsplatzes. Die Eigenschaft der Behinderung nach § 2 SGB IX tritt kraft Gesetzes ein. Dies ist bei der anwaltlichen Beratung und Vertretung in folgenden Verfahren zu beachten: Antragsverfahren • Zuständig sind Versorgungsämter der Städte bzw. Landratsämter, in Bayern das ZBFS, Formulare gibt es i.d.R. online. Eine Übersicht finden Sie hier • Erfolgschancen steigen bei Auflistung aller Gesundheitsbeeinträchtigungen (insbesondere chronische Erkrankungen) • Beurteilung nach Anlage zu § 2 der VersmedV (siehe auch: http://www.gesetze-im-internet.de/versmedv/anlage.html) unter Berücksichtigung des Einzelfalls • Empfehlenswert: Auswirkungen von Funktionsbeeinträchtigungen in allen Lebensbereichen und nicht nur Einschränkungen im Erwerbsleben schildern • Aktuelle Befundberichte der letzten zwei Jahre aller Ärzte beifügen 10 Infobrief Spezial MkG • Mit kollegialen Grüßen 03 | JUNI 2017

Aktuelle Rechtsprechung Widerspruchsverfahren Frist notieren: einen Monat nach Bekanntgabe, § 84 SGG Widerspruch einlegen und Akteneinsicht nach § 25 SGB X beantragen, danach Widerspruch begründen. Wichtige Argumente: • Konkrete Auseinandersetzung mit Bewertung des GdB, oft werden nicht alle Gesundheitsbeeinträchtigungen in die Bewertung einbezogen • Detaillierte Darstellung der behinderungsbedingten Beeinträchtigung in Alltag und Erwerbsleben (Mehraufwand, Hilfe Dritter) • Aktuelle Befundberichte oder Befundberichte der Zweitmeinung vorlegen Gibt es nach drei Monaten keinen Widerspruchsbescheid, Möglichkeit der Untätigkeitsklage nach § 88 Abs. 2 SGG War Widerspruch erfolgreich, ergeht Abhilfebescheid nach § 85 Abs. 1 SGG, dann nicht vergessen, (RA-)Kostenerstattung nach § 63 SGB X zu beantragen Klageverfahren beim SG • War Widerspruch erfolglos, Klagefrist nach § 87 Abs. 3 SGG notieren: einen Monat ab Bekanntgabe • RA-Kosten: ggfs. Deckungszusage bei RSV beantragen • Anträge und Begründung spätestens mit Aufforderung und Fristsetzung durch das SG, § 92 Abs. 2 SGG, Wiedergabe des bisherigen Sachverhalts sowie einzelne Angriffsmittel und Beweisantritte • Keine Bindung des SG an gestellte Anträge, Amtsermittlungsgrundsatz nach §106 SGG Alternative zu Widerspruch und Klage Mandanten empfehlen, neuen Verschlechterungsantrag zu stellen, wenn neue Beeinträchtigungen dazu kommen oder bereits vorhandene sich verschlimmern. Antrag auf Gleichstellung • Zuständig ist die BA für Arbeit • Möglich ab GdB 30, jedoch unter 50 • Kausalen Zusammenhang zwischen Gefährdung des Arbeitsplatzes (z.B. Drohung mit Kündigung, Gehaltskürzung wegen Minderleistung etc.) und Behinderung darlegen • Angabe der Fehlzeiten wg. Behinderung (Bescheinigung der Krankenkasse) • Folge: Kündigungsschutz Petra Geißinger, Aßling/Oberbayern Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht, zertifizierte Teletutorin, Dozentin, tätig als Einzelanwältin, freie Mitarbeiterin, Onlinetrainerin, Autorin. www.kanzlei-geissinger.de Mit kollegialen Grüßen Petra Geißinger Infobrief Spezial MkG • Mit kollegialen Grüßen 03 | JUNI 2017 11

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