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MkG Spezial Kanzleigründung leicht gemacht

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Neue Spezialausgabe: Kanzleigründung leicht gemacht! MkG Spezial liefert die besten Tipps & Checklisten Fachinfo-Magazin MkG – Mit kollegialen Grüßen Spezialausgabe, Juli 2018, 18 Seiten, im PDF-Format, gratis Das Jurastudium allein reicht nicht zur Kanzleigründung. Wer als Anwalt selbstständig sein will, braucht auch unternehmerisches Know-how. Diese Spezial-Ausgabe des Fachinfo-Magazins MkG (Mit kollegialen Grüßen) ist ein kompakter Ratgeber für junge Juristinnen und Juristen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Sie führt die wichtigsten Grundvoraussetzungen zur Kanzleigründung auf, erklärt, was in ein Businesskonzept gehört und wie man geeignete Mitarbeiter findet. Aus dem Inhalt: ►Einführung: Zahlen, Daten, Fakten zum Rechtsmarkt ►Voraussetzungen: Rechtliche, persönliche und praktische Bedingungen ►Planung: Kanzleivision und Positionierung, Gründungs- und Businesskonzept ►Umsetzung: Zeitplan erstellen ►Mitarbeiter finden ►Die nötige Infrastruktur: Büroeinrichtung & IT

VORAUSSETZUNGEN

VORAUSSETZUNGEN ................................................................................................................................................................................................................... fon, Fax oder E-Mail (und zukünftig auch das „besondere elektronische Anwaltspostfach“ – beA). So soll die Erreichbarkeit der Kanzlei sichergestellt werden. Handelt es sich um Ihre Privatadresse, müssen Sie zukünftig sicherstellen, dass Post täglich angenommen werden kann (auch mit Unterschrift) und eine versicherte autorisierte Person Ihre anwaltliche Vertretung übernimmt, also beispielsweise Fristen notiert und einhält. Sobald der Antrag auf Zulassung genehmigt wurde, besteht die Verpflichtung, in die Rechtsanwaltskammer einzutreten. Eine entsprechende Regelung findet sich in den §§ 60ff. BRAO. Die Rechtsanwaltskammer ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und überwacht die Einhaltung des Berufsrechts. Sie fungiert ebenso als Beratungs- und Schlichtungsstelle und bietet darüber hinaus Informationen und Fortbildungen für die Mitglieder an. Der Kammerbeitrag beläuft sich auf ca. 300 € im Jahr. Da dieser grundsätzlich einkommensunabhängig ist, ist er auch von Berufsanfängern und Kanzleigründern grundsätzlich zu entrichten. Eine Befreiung oder Reduzierung ist regelmäßig nicht möglich. Mit der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft ist neben der Kammerzulassung und dem Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung 10 darüber hinaus die Mitgliedschaft in einer Versorgungseinrichtung (Rentenversicherung) erforderlich. In den meisten Fällen haben die Länder Versorgungswerke für Rechtsanwälte eingerichtet, die über freiwillige oder Pflichtmitgliedschaften verfügen. Zwar ist die Mitgliedschaft in einem Versorgungswerk der Rechtsanwälte grundsätzlich empfehlenswert, gleichwohl würden wohl die meisten Berufskollegen eine private Versicherungsmöglichkeit bevorzugen. Die Rentenversicherungsbeiträge werden jeweils entsprechend dem Einkommen festgesetzt. Für Berufsanfänger mit geringem Einkommen, Teilzeitanwälte und Nebenerwerbsanwälte kann die Reduzierung des Beitrages zur Versorgungseinrichtung auf ein Minimum von ca. 150 € im Monat interessant sein. So wie es einen 6 // SONDERAUSGABE Mindestbeitrag gibt, gibt es auch Höchstbeitragssätze, welche für Sie dann vielleicht in naher Zukunft relevant sein werden. Neben der Anmeldung bei der Rechtsanwaltskammer bedarf es selbstverständlich auch der Anmeldung beim Finanzamt. Die Eröffnung der Kanzlei ist beim zuständigen Finanzamt anzuzeigen, das bei Bedarf auch eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ 11 für das Arbeitsamt (Stichwort: Überbrückungsgeld bei Existenzgründung) oder die Bank ausstellt. Als Ausübender eines sogenannten freien Berufs erhalten Sie eine entsprechende Steuernummer. Ich empfehle dringend die Beauftragung eines Steuerberaters, der Sie zu allen Fragen betreffend die Umsatzsteuer-Voranmeldung, Absetzbarkeit von Büroräumen innerhalb einer Wohnung oder ordnungsgemäßen Anfertigung einer Gebührenrechnung beraten wird. Für Ihre transparente Buchhaltung sorgt die Einrichtung eines Kanzleikontos. Sonstige behördliche Fragen können auftauchen, wenn Sie die Kanzlei in einem reinen Wohngebiet bzw. in einem reinen Mietshaus einrichten. Hier ist beispielsweise die Frage zu klären, ob die gewerbliche Nutzung der Räumlichkeiten zulässig ist oder hier eine entsprechende Umwidmung erfolgen muss. Außerdem ist zu gewährleisten, dass genügend sanitäre Einrichtungen GRÜNDUNGS-CHECKLISTE: vorhanden sind und die erforderlichen Feuerschutztüren und Fluchtwege. Zu klären wäre weiter, ob die von Ihnen nun als Kanzlei zu nutzenden Räume vom Vermieter tatsächlich auch gewerblich vermietet werden. In den meisten Fällen gelten für gewerbliche Mietverträge andere Regelungen als für Wohnraummietverträge. Auch das Anbringen eines Kanzleischildes an der Hauswand kann genehmigungsbedürftig sein, ebenso die Bereitstellung von Parkplätzen vor dem Haus. Letztlich sollten Sie selbstverständlich kranken- und unfallversichert sein für Ihren Beruf als Rechtsanwalt sowie über eine Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung verfügen. Wenn Sie sofort mit Mitarbeitern starten, sind entsprechende Anmeldungen bei der Berufsgenossenschaft, beim Arbeitsamt bzw. dem Sozialversicherungsträger erforderlich. Bitte denken Sie daran, alle erforderlichen Anträge und Anmeldungen unbedingt fristgerecht einzureichen, am besten noch bevor Sie Ihre Tätigkeit aufnehmen, um hohe Ordnungsstrafen oder gar die Schließung zu vermeiden. Auch wenn dieser Teil der Kanzleigründung Ihnen lästig erscheint und alles andere als zukünftige Mandanten akquiriert: Nachträgliche Korrekturen, Richtigstellungen oder Nachmeldungen sind in den allermeisten Fällen nicht nur teuer, sondern umso aufwendiger. • Zwei bestandene juristische Staatsexamina • Berufshaftpflichtversicherung in der gesetzlichen Basisversion • Zustellungsadresse im Bezirk • Antrag bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer • Kranken- und Rentenversicherung/Berufsgenossenschaft • Meldung beim Finanzamt • Notwendige behördliche/erlaubnispflichtige Erfordernisse für die Kanzleiräume 10 Die Berufshaftpflichtversicherung muss den Vorgaben der BRAO entsprechen, das heißt, die vorgegebenen Deckungssummen im In- und Ausland abdecken. 11 Miecke in v. Landenberg, „Erfolgreich starten als Rechtsanwalt“, S. 232.

PLANUNG ................................................................................................................................................................................................................... PLANUNG: KANZLEIVISION UND POSITIONIERUNG Dies ist der eigentliche Beginn Ihrer Kanzleigründung und sollte auf jeden Fall am Anfang stehen, also • vor der Sondierung des Rechtsmarktes im Allgemeinen und im Besonderen speziell für Ihre Region, Ihr Rechtsgebiet und Ihre Mitbewerber, • vor der Anmeldung der Kanzlei, • vor der Einrichtung Ihrer Kanzlei. Selbstverständlich wird die Entwicklung Ihrer Kanzleivision nicht abgeschlossen sein. Im Gegenteil: Dieser Prozess wird Sie bei Planung, Positionierung und Eröffnung Ihrer Kanzlei, aber auch im Kanzleimanagement und der Kanzleientwicklung ständig begleiten. Bitte bedenken Sie, dass die Entwicklung Ihrer individuellen Kanzleivision Zeit erfordert. Bei manchen liegt ein entsprechendes Projektpapier jahrelang in der Schreibtischschublade und wird immer wieder verfeinert, bis der Zeitpunkt für die eigene Kanzlei endlich gekommen ist. Kanzleivision und Positionierung sind auch nicht zu verwechseln mit dem Gründungskonzept und Businessplan, den in der Regel das Arbeitsamt für die Gründungsunterstützung oder die Bank für die Bewilligung eines Gründungskredites einfordert. Diese bauen vielmehr darauf auf und sollten das auch unbedingt: Widerstehen Sie der Versuchung, ein 08/15-Gründungskonzept für die Bewilligung zu schreiben oder schreiben zu lassen (oder sich gar aus dem Internet zu suchen), nur damit diese lästige Formalie erfüllt ist oder Sie in jedem Falle in das natürlich genormte Bewilligungsschema des zuständigen Sachbearbeiters zu passen. Sie werden anhand der Kennzahlen dieses Konzepts in den nächsten Jahren gemessen werden und nichts ist frustrierender, als sich den Traum von der eigenen Kanzlei zu erfüllen, jedoch gezwungenermaßen die 08/15-Kanzlei bauen zu müssen. DOCH WIE ENTWICKELN SIE IHRE KANZLEIVISION? Die Kanzlei sind in erster Linie Sie als Firmeninhaber, d. h. die für Sie wichtigen Werte und Lebensziele sollten in dieser Kanzlei verwirklicht werden. Das müssen nicht alle Ihre Werte – die Kanzlei ist nur ein Aspekt Ihres Daseins – jedoch die wesentlichen sein. Dies sind nicht in erster Linie die Werte und Lebensziele jedes dort arbeitenden Anwalts oder Mitarbeiters. Allerdings sollten die Kanzleiwerte natürlich mit den eigenen Werten jeder Person, die dort arbeitet, kompatibel sein. Insofern sind Ihre Kanzleiwerte und damit Ihre Kanzleivision Ihr Leuchtturm, nach dem sich Positionierung, Strategie, Mitarbeitergewinnung bis hin zum Branding und den langfristigen Zielen alles ausrichtet! Erfahrungsgemäß fällt dieser Prozess den meisten nicht ganz leicht. Einerseits ist es natürlich ein sehr intimer Prozess, andererseits gehört es nicht zu unserer deutschen Kultur, sich hierzu verstärkt Gedanken zu machen. Wir verstecken uns im Businesskontext lieber kühl hinter Phrasen und Allgemeinplätzen. Letztlich sind aber leider nach erfolgreichem Abschluss eines akademischen Studiums in vielen Fällen die Kreativität und Fähigkeit zu Kommunikation in sehr persönlichen und emotionalen Dingen stark verkümmert. Ich empfehle Ihnen daher, sich vor der Entwicklung Ihrer Kanzleivision intensiver mit Kreativitätsprozessen und Kommunikation zu beschäftigen und dieses Thema erst vorzubereiten. Besser noch wäre es, einen auf Kanzleien spezialisierten Experten zurate zu ziehen. Dieser wird nicht nur Ihren Visionsprozess schneller zu einem aussagekräftigen Ergebnis führen, er wird Ihnen auch in mancher Hinsicht die Augen über Ihre „Scheuklappen“, „Brillen“ aus unbewussten Paradigmen aufzeigen, Blockaden auflösen und ungeahnte Ressourcen aktivieren 12 . Ihre Kanzleiwerte definieren nun als moralischer Kompass alle Aktivitäten und Entscheidungen, etablieren die Kanzleikultur und -philosophie. Sie bilden die Grundlage für das Vertrauen Ihrer Mandanten und die Loyalität Ihrer Mitarbeiter. AUFBAUEND AUF DIESER KANZLEIVISION WIRD ES NUN KONKRET: M Wo soll die Kanzlei konkret in diesem Jahr, in den nächsten drei und fünf Jahren und in 15 Jahren stehen? M Welcher Umsatz und welcher Gewinn sollen erzielt werden? M Welche Mandate sollen in welchem Rechts- und Geschäftsfeld bearbeitet werden? Wie sieht die Mandatsstruktur und die Einkommensstruktur aus? M Wie viele Anwälte und Mitarbeiter soll die Kanzlei beschäftigen? M Welche Spezialisierungen sollen abgebildet werden? M Wie viele Standorte soll es geben? Und wie sieht die Infrastruktur der Kanzlei aus? Hier geht es also um ganz konkrete Angaben: Zahlen, Daten, Fakten. Sie erarbeiten sich so die Grundlage für Ihr Gründungskonzept und Ihren Businessplan. 7 // SONDERAUSGABE 12 Wie zum Beispiel die Experten von CLP-Consulting for Legal Professionals.

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