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Legal Tech-Magazin 01/20

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Das neue Legal Tech-Magazin ist da: So macht Digitalisierung Kanzleien krisensicher Neue Ausgabe des Online-Magazins zur Umsetzung von Legal Tech in Anwaltskanzleien erschienen Wer in der Vergangenheit schon auf digitales Arbeiten gesetzt hat, ist in Zeiten der Coronakrise klar im Vorteil. Für alle anderen wächst der Druck, sich mit neuen, digitalen Lösungen auseinanderzusetzen. Vor diesem Hintergrund kann die Krise als Chance begriffen werden, die eigene Kanzlei langfristig innovativer und digitaler zu gestalten. Hier leistet das Legal Tech-Magazin als Ergänzung zur Website legal-tech.de Unterstützung und liefert Ansatzpunkte, Ideen, Inspiration und Hilfestellung zur erfolgreichen Digitalisierung der Kanzleiarbeit.

EDITORIAL Liebe

EDITORIAL Liebe Leserinnen, liebe Leser, im Moment befinden wir uns in schweren Zeiten, die uns wirklich vieles abverlangen. Fast könnte man meinen, dass es nicht die richtige Zeit ist, sich über Legal Tech Gedanken zu machen. Aber: Wenn diese Krise eins zeigt, dann doch, wie wenig Deutschland auf die Digitalisierung vorbereitet ist. Das scheint insbesondere für die Anwaltschaft zu gelten, wo sich sehr viele Kolleginnen und Kollegen schwertun, ihren Bürobetrieb aufrechtzuerhalten. Da sind diejenigen besser dran, deren Büro bereits digitalisiert ist, mit Services aus der Cloud, mit E-Akten und der Möglichkeit des mobilen Arbeitens. Meine persönliche Erfahrung im Moment: Ich „sehe“ viel mehr Mandanten als sonst, weil ich meine Gespräche über Video absolviere, und in meiner Arbeit bin ich so gut wie gar nicht eingeschränkt, da ich vollkommen digital arbeite. Insgesamt eine gute Zeit, in Kontakt zu kommen und sich füreinander zu interessieren, wie man durch die Krise kommt und wo man sich gegenseitig helfen kann. Das gilt im persönlichen wie im beruflichen Umfeld. Ich möchte Sie sehr ermuntern, an dieser Krise die Chancen zu erkennen, auch wenn es im Moment schmerzen mag! Nun zu dieser Ausgabe: Wenn Sie bereits erste Schritte in Richtung Digitalisierung unternommen haben, erläutert RA Ludwig Wolter, welche drei Schritte nun folgen sollten, um die Möglichkeiten moderner Technologie für eine krisensichere und effiziente Kanzleiarbeit zu nutzen. Doch wie genau steht es eigentlich um den Digitalisierungsgrad deutscher Anwaltskanzleien? Dieser Frage sind wir mit der großen Legal Tech-Umfrage nachgegangen. Die spannendsten Ergebnisse im Überblick. Eine Technologie, die in Kanzleien bereits häufig zum Einsatz kommt, ist das digitale Diktat. In dem Beitrag „Digitales Diktat, oder lieber doch gleich Spracherkennung?“ geht Autor Simon Reuvekamp der Frage nach, wann intelligente Spracherkennung ein echter Vorteil ist und wie man sie sich effektiv zu Nutze macht. Eine weitere vergleichsweise neue Technologie ist die Cloud-Lösung für Anwaltskanzleien. Viele Anwältinnen und Anwälte scheuen den „Gang“ in die Cloud – warum Sicherheitsbedenken aber unbegründet sind, erläutert Patrick Prior. Mit neuen digitalen Möglichkeiten ergeben sich auch neue Berufsbilder. Eins davon ist das des Legal Engineers. Im Interview stellt Sophie Reblin – selbst Legal Engineer – ihren Beruf, Ihren Arbeitsalltag und die dafür benötigten Fähigkeiten vor. Den Abschluss dieser Ausgabe bildet ein Videointerview mit RAin Alisha Andert, bei dem sie erklärt, wie Legal Tech neben der internen Effizienzsteigerung auch in Sachen Mandantenzufriedenheit deutliche Vorteile bringt. Also – viel Spaß beim Lesen, alles Gute und: Bleiben Sie gesund! Ihr Markus Hartung Markus Hartung ist Rechtsanwalt, Mediator und Geschäftsführer der Kanzlei Chevalier. Seit 2006 ist er Mitglied des Berufsrechtsausschusses des Deutschen Anwaltvereins (DAV), seit 2011 dessen Vorsitzender. Weiterhin ist er Mitglied im Ausschuss Anwaltliche Berufsethik. Ende 2017 ist das von ihm mitherausgegebene und mitverfasste Buch „Legal Tech. Die Digitalisierung des Rechtsmarkts“ erschienen. www.markushartung.com Besuchen Sie uns auch auf LEGAL-TECH.DE WIE ANWÄLTE NEUE CHANCEN NUTZEN Der legal-tech.de-Newsletter: Keine Ausgabe mehr verpassen mit unserem kostenlosen Newsletter-Abo ► Jetzt abonnieren 4 |

Kanzleimanagement © Urupong - stock.adobe.com Krisensicher und effizient – Drei Schritte für eine innovative, digitale Kanzlei Ludwig Wolter Die anhaltende Coronakrise zeigt auf, dass der Rechtsmarkt im Vergleich zum Finanzmarkt noch wenig digitalisiert und automatisiert wurde. Aus diesem Grund geht es im Folgenden um die Möglichkeiten, die Kanzleien in Zukunft und auch schon jetzt haben, um die derzeitige und weitere Krisen besser zu überstehen, und wie diese Digitalisierungsmaßnahmen auch im generellen Kanzleialltag Kostenund Zeiteffizienz bringen. Mindestanforderungen der Technisierung Um nachfolgende Prozesse in einer Kanzlei integrieren zu können, müssen gewisse Grundvoraussetzungen der Digitalisierung erfüllt sein. Dazu zählen insbesondere die elektronische Akte und die EDV-Einrichtung, um mobil von überall arbeiten zu können. Auf die Digitalisierung dieser Grundlagen wird in diesem Beitrag nicht näher eingegangen. Insofern wird auf den Artikel Die papierlose Kanzlei – wie die Umstellung gelingt und welche Vorteile sie bringt von Herrn Cornel Pottgiesser auf legal-tech.de verwiesen. Disruptive Innovationsmaßnahmen und ihre positiven Auswirkungen Ziel der Hochtechnisierung einer Kanzlei sollte ein komplettierter Workflow sein. Dieser hat drei wichtige Elemente: 1. Die Personen, die täglich in der Kanzlei mitwirken, auf ein Minimum reduzieren. 2. Zwingende Kontakte wie Mandantenkommunikation oder Austausch mit der Gegenseite so effizient wie möglich gestalten. 3. Wiederkehrende Prozesse automatisieren und optimieren. 5 |

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